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Milliardendeals, Korruption, Absturz: Das wilde Leben des Immobilien-Moguls René Benkos

Früher Glanz und Glamour, heute alles düster: der Absturz des René Benko. - Copyright: picture alliance / APA / picturedesk.com | GEORG HOCHMUTH / dpa | Britta Pedersen / XAMAX / Getty Images / fotograzia / dwleindecker // Collage: Falco Konitzki für Business Insider
Früher Glanz und Glamour, heute alles düster: der Absturz des René Benko. - Copyright: picture alliance / APA / picturedesk.com | GEORG HOCHMUTH / dpa | Britta Pedersen / XAMAX / Getty Images / fotograzia / dwleindecker // Collage: Falco Konitzki für Business Insider

Chrysler Building, Kadewe, Goldenes Quartier, Luxusvillen, Luxusyacht – die Welt von René Benko war geprägt von Glanz und Glamour. Der Österreicher hatte es vom Arbeiterkind ohne Abitur zum Superreichen mit einem geschätzten Vermögen von fünf Milliarden Euro geschafft.

Das ist die Geschichte von einem Bauunternehmer, der Dachböden renoviert hat, später zum Herrscher über ein gigantisches Firmenimperium wurde – und dann abstürzte.

Doch jetzt ist von all dem nur noch wenig übrig. Sein Imperium, die Signa-Holding? Insolvent . Seine Luxusvilla in Innsbruck? Hat die Finanzverwaltung Österreichs gepfändet. Seine 62-Meter-Yacht? Steht für knapp 40 Millionen Euro zum Verkauf.

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Wie kam es zum Aufstieg – und Absturz – des einstigen österreichischen Wunderkinds? Wir haben uns das genauer angeschaut.

René Benkos Aufstieg: Vom Arbeiterkind zum Unternehmer

René Benko, der sei so ein Macher-Typ, sagte einmal ein Vertrauter über ihn. Und wenn man sich Benkos Karriere so anschaut, dann stimmt das schon. Der Österreicher hat nämlich eine ziemliche Aufstiegsgeschichte hingelegt.

Der 1977 wird er in Innsbruck geboren. Er wächst in einfachen Verhältnissen im Arbeiterviertel der Stadt auf. Sein Vater ist Beamter bei den Stadtwerken, seine Mutter Kindergärtnerin.

Hatte den Durchblick bei Immobilien-Deals: René Benko. - Copyright: picture alliance / GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com | GEORG HOCHMUTH
Hatte den Durchblick bei Immobilien-Deals: René Benko. - Copyright: picture alliance / GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com | GEORG HOCHMUTH

Die Schule interessiert den jungen René Benko nie so wirklich. „Er war selten da, hatte so gut wie nie seine Hausaufgaben gemacht. Aber wenn er da war, war er in der vordersten Reihe. Er konnte was, hatte einen Schalk im Nacken, war aber nie frech, sondern charismatisch”, sagte seine Italienisch-Lehrerin zur “Bild”.

Er fehlt so oft, dass er nicht zur Matura, dem österreichischen Abitur, zugelassen wird. Mit 17 schmeißt er die Schule.

War aber eh nicht so wichtig. Zu der Zeit macht er nämlich schon eine Ausbildung beim Finanzdienstleister AWD. Der hat Kunden Versicherungen verkauft und war für seine aggressiven Verkaufstaktiken berüchtigt. Gegründet übrigens vom Investor Carsten Maschmeyer.

Investor Carsten Maschmeyer gründete AWD, wo Benko lernte. - Copyright: Lisa Kempke für Business Insider
Investor Carsten Maschmeyer gründete AWD, wo Benko lernte. - Copyright: Lisa Kempke für Business Insider

Lang aber bleibt Benko nicht bei AWD. Stattdessen beginnt er seine Unternehmer-Laufbahn, als er im Jahr 1995 den Bauunternehmer Johann Zittera kennenlernt. Die beiden beginnen damit, was man heute oft als das Flippen von Immobilien bezeichnet: Sie kaufen günstig alte Dachböden, verwandeln sie in Penthouses und verkaufen sie mit Gewinn oder vermieten sie teuer.

Während sich Zittera um den Bau kümmert, zieht René Benko um die Häuser und sammelt Geld von Banken ein. Um Eindruck zu schinden, fährt er ab und an mit dem Ferrari vor, den er sich von seinem Partner leiht.

Das mit dem Dachgeschoss-Ausbau gefällt Benko, also kopiert er das Prinzip und macht sich selbstständig. Der Innsbrucker geht nach Wien und legt den Grundstein für sein späteres Immobilienimperium. Im Jahr 2000 gründet er sein Unternehmen Innofina, das später in Signa umbenannt wird.

Seinen ersten großen Geldgeber findet er über einen seiner Kunden. An den Schwager von Karl Kovarik verkauft Benko in seinen Anfangsjahren eine Dachgeschoss-Wohnung. Kovarik, Erbe einer Tankstellen-Kette, pumpt 25 Millionen Euro in Benkos Firma.

Mit dem neugewonnenen Kapital macht sich Benko erstmal wieder auf in seine alte Heimat Innsbruck. Dort kauft er das heruntergekommene Kaufhaus Tyrol, renoviert es und vermietet die Geschäfte nach dem Shop-in-Shop-Prinzip an Händler. Es ist sein erstes großes Projekt. Und es macht ihn in Österreich bekannt.

Benkos Signa-Imperium

2022 ist das Signa-Imperium einer der wichtigsten Immobilien- und Handelskonzerne Europas. Rene Benko ist zu dem Zeitpunkt Multimilliardär – zu besten Zeiten besitzt er laut “Forbes” ein geschätztes Vermögen von rund 5,5 Milliarden Euro.

René Benko im Jahr 2007. - Copyright: picture alliance / ROBERT JAEGER / APA / picturedesk.com | ROBERT JAEGER
René Benko im Jahr 2007. - Copyright: picture alliance / ROBERT JAEGER / APA / picturedesk.com | ROBERT JAEGER

Doch wie ist sein Imperium überhaupt aufgebaut? Leicht zu erklären, ist das nicht, denn zur Signa Holding gehören mehr als 1000 Tochterfirmen. Der Aufbau ist maximal undurchsichtig – Benko soll als einziger den Überblick haben.

Sehr vereinfacht gesagt gibt es zwei wichtige Unternehmensstränge: das Immobiliengeschäft und das Handelsgeschäft. Auf Immobilienseite gibt es beispielsweise die Signa Prime Selection und die Signa Development Selection. Die beiden Bereiche besitzen oder entwickeln Luxusimmobilien in absoluten Toplagen.

Das Chrysler Building in New York ist eines der Aushängeschilder, genau wie das Kadewe in Berlin, die Alte Akademie in München sowie das Luxushotel Park Hyatt und das goldene Quartier in Wien. Auch dazu gehört der Elbtower in der Hamburger Hafencity. Den Zuschlag für den Bau bekam Benko 2018 trotz zwei höherer Gebote für das Grundstück. Aufsichtsratsvorsitzender der landeseigenen Hafencity-GmbH war damals der heutige Bundeskanzler Olaf Scholz.

Das Chrysler-Building gehört zum Immobilien-Portfolio der Signa. - Copyright: Maremagnum
Das Chrysler-Building gehört zum Immobilien-Portfolio der Signa. - Copyright: Maremagnum

Zur Immobiliensparte gesellt sich die Handelssparte. Und die bringt Benko in Deutschland öfter in die Schlagzeilen. Die Luxuskaufhäuser Kadewe, Alsterhaus und Oberpollinger gehören dazu. Außerdem die Warenhaus-Kette mit dem sperrigen Namen Galeria Karstadt Kaufhof.

Benko hatte nämlich sowohl Karstadt als auch Galeria Kaufhof gekauft. Dabei landeten auch die attraktiven Innenstadt-Immobilien der Warenhaus-Ketten im Immo-Portfolio. Außerdem auf der Handelsseite: Sportscheck und Onlineshops wie Fahrrad.de oder Tennispoint, gebündelt als Signa Sports United.

René Benkos Netzwerk in Politik und Wirtschaft

Trotz der zahlreichen Handelsunternehmen: Die Immobiliensparte ist der unbestrittene Kern von Benkos Reich. Immobilienkäufe, Renovierungen oder Neubauten sind aber natürlich teuer und müssen finanziert werden. Dass die Signa über die Jahre immer wieder an Investoren, Kredite und lukrative Aufträge kommt, liegt auch an Benkos exzellentem Netzwerk in Wirtschaft – und die Politik. Schließlich braucht ein Immonbilienunternehmer auch Baugenehmigungen.

Kontakte in die Politik ziehen sich durch Benkos gesamte Karriere. Im Signa-Beirat saß ein Österreichischer Ex-Kanzler, Alfred Gussenbauer. Später zählt auch ein aktiver Kanzler zu seinen Kontakten: Sebastian Kurz. Der nimmt Benko 2019 sogar mit auf eine Delegationsreise nach Abu Dhabi. Wenig später kauft Benko das Chrysler Building in New York. Einer der Verkäufer: der Abu Dhabi Investment Council.

Vernetzt bis in die höchsten politischen Etagen: René Benko mit dem Ex-Bundeskanzler Österreichs, Sebastian Kurz. - Copyright: picture alliance / GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com | GEORG HOCHMUTH
Vernetzt bis in die höchsten politischen Etagen: René Benko mit dem Ex-Bundeskanzler Österreichs, Sebastian Kurz. - Copyright: picture alliance / GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com | GEORG HOCHMUTH

Einmal aber bringen Benko seine Kontakte in die Politik auch in Schwierigkeiten. 2013 verurteilt ihn das Oberlandesgericht Wien wegen Bestechung zu einem Jahren auf Bewährung. Das Gericht urteilt: René Benko hat dem ehemaligen Premierminister von Kroatien, Ivo Sanader, 150.000 Euro geboten, damit der über den Ex-Regierungschef Italiens, Silvio Berlusconi, Einfluss auf ein Steuerverfahren gegen Signa nimmt. Benko streitet das ab.

Doch auch Benkos Investoren sind nicht immer lupenrein. Zwischenzeitlich ist die ehemalige Schweizer Privatbank Falcon Private Bank zweitgrößte Signa-Gesellschafterin – dann aber in einen internationalen Geldwäscheskandal verwickelt.

Und ein Geschäftspartner, der israelische Diamantenhändler Beny Steinmetz, musste sich schon mehrfach vor Gericht verantworten und wurde im Fall von Schmiergeldzahlungen zu fünf Jahren Haft und Strafzahlungen in Höhe von 50 Millionen Franken verurteilt.

Beny Steinmetz, der Diamentenhändler. - Copyright: picture alliance/KEYSTONE | SALVATORE DI NOLFI
Beny Steinmetz, der Diamentenhändler. - Copyright: picture alliance/KEYSTONE | SALVATORE DI NOLFI

Benk zieht sich nach seinem eigenen Korruptions-Urteil offiziell aus dem operativen Geschäft der Signa Holding zurück. Er wechselt stattdessen in den Beirat, sowas wie der Aufsichtsrat in Deutschland, der das Unternehmen und seine Manager überwacht. Von dort leitet er die Firma strategisch. Insider berichten aber, er habe immer noch das Sagen.

Auch das Investorennetzwerk der Signa ist hochkarätig besetzt. Beraterlegende Roland Berger, Multimilliardär Klaus-Michael Kühne, Fressnapf-Gründer Torsten Toeller – sie alle sind oder waren bis vor kurzem an der Signa Holding beteiligt.

Einer allerdings hat schon früh Zweifel: der ehemalige Porsche-Chef Wendelin Wiedeking. Der steigt 2016 als Investor wieder aus. Der Grund: Die ihm vorgelegten Zahlen hätten nicht mit dem übereingestimmt, was Benko ihm in den Sitzungen vorgetragen habe, sagt er in einem Interview mit dem "Handelsblatt". Benko habe ihm das auch nicht erklären können.

Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking verlor schon früh das Vertrauen in Benko. - Copyright: picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod
Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking verlor schon früh das Vertrauen in Benko. - Copyright: picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod

Mit seinem Misstrauen soll er recht behalten. Denn 2023 bricht das Signa-Imperium spektakulär zusammen und der Unternehmer Benko fliegt aus der "Forbes"-Milliardärsliste.

Der Zusammenbruch von Benkos Reich

Zuerst geht es dem Handel an den Kragen. Die Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof rutscht 2020, befeuert durch die Corona-Pandemie, erst in die Insolvenz, bekommt dann Staatshilfen in Höhe von 680 Millionen Euro, nur um 2022 wieder in die Insolvenz zu gehen. Bereinigter Nettoverlust in den vergangenen drei Jahren: über eine Milliarde Euro. Und jetzt: Hat Galeria-Karstadt-Kaufhof erneut Insolvenz angemeldet.

Alles muss raus: 2023 meldet Galeria Karstadt Kaufhof erneut Insolvenz an. - Copyright: picture alliance / CHROMORANGE | Karl Heinz Spremberg
Alles muss raus: 2023 meldet Galeria Karstadt Kaufhof erneut Insolvenz an. - Copyright: picture alliance / CHROMORANGE | Karl Heinz Spremberg

2023 gehen innerhalb weniger Monate weitere Signa-Töchter pleite: Signa Sports United – insolvent. Sportscheck – insolvent. Signa Prime Selection – insolvent. Signa Development Selection – insolvent. Die Gesellschaft hinter dem Hamburger Elbtower – insolvent. Und mittendrin auch die Signa Holding – insolvent. Allein sie schuldet Gläubigern rund fünf Milliarden Euro.

In diesem Fall kann auch Benkos Netzwerk ihm nicht helfen. Der Österreicher versuchte zwar noch, frisches Geld einzusammeln, um seine Signa doch noch vor der Zahlungsunfähigkeit zu retten. Unter anderem bei dem saudischen Scheich Mohammed bin Salman. Diesmal jedoch vergeblich.

Sollte noch einmal Geld geben: Mohammed bin Salman. - Copyright: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Sergei Savostyanov
Sollte noch einmal Geld geben: Mohammed bin Salman. - Copyright: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Sergei Savostyanov

Gründe für den Zusammenbruch der einst schillernden Holding gibt es viele.

Dem Einzelhandel ging es auch vor der Corona-Pandemie nicht sonderlich gut. Warenhäuser haben früher die breite Masse durch das „Einmal hin, alles drin“-Prinzip gelockt. Aber gerade der Online-Handel hat Kunden gezeigt, dass es in Warenhäusern doch gar nicht alles gibt oder nicht genau das, was man will, und dann vielleicht noch zu höheren Preisen. Kurz: Gegen den einen Klick bei Amazon wirkt das Warenhaus irgendwie oll.

Nicht geholfen hat außerdem, dass René Benkos Konzern offenbar die Handelssparte nutzte, um den Wert der Immobilien aufzublasen. Denn Galeria und die Kadewe-Gruppe mussten an die Signa Prime Selection Miete zahlen. Und diese Mieten waren nicht nur horrend, sondern auch als Staffelmieten mit Laufzeiten von fast 35 Jahren vereinbart. Eine erdrückende Last für die Handelssparte, ein Boost für die Bewertung des Immo-Portfolios, was wiederum mehr Spielraum bei der Kreditaufnahme ermöglichte.

Doch auch die Baukosten explodieren 2022. Und: Die Zentralbanken heben die Zinsen, was Kredite richtig teuer macht.

Warum genau das Signa Imperium aber so rapide zusammenbricht, lässt sich noch nicht abschließend beurteilen. Berichten zufolge hatten sich die Verbindlichkeiten allein in den ersten neun Monaten 2023 mehr als verdoppelt.

Benkos Rauswurf

Alles keine gute Kombi – finden am Ende übrigens auch die Miteigentümer, die neben Benko Anteile an dem Firmengeflecht halten. Die wollen dann auch, dass Benko das Unternehmen verlässt. Und er geht tatsächlich.

Der Insolvenzverwalter für die Signa Holding ist nun Christof Stapf. Und der stellt der Holding und ihrer Führung ein recht desolates Zeugnis aus. Ob die Holding ein Insolvenzverfahren aktuell überhaupt überstehen werde, sei unklar. Es gebe im mittleren Management der Gruppe einen „Mangel an Managementkapazitäten mit übergreifendem Wissen“. Das sei umso schwerwiegender, weil Benkos Signa-Imperium so komplex ist.

Natürlich: Die Lage entwickelt sich ständig weiter. Immer weitere kleinere Tochterfirmen haben inzwischen Insolvenz angemeldet. Aber Benkos Anteile an seiner Holding sind derzeit nahezu nichts mehr wert.

"Forbes" schätzt Benkos Vermögen inzwischen auf null Euro. - Copyright: picture alliance/dpa | Frank Rumpenhorst
"Forbes" schätzt Benkos Vermögen inzwischen auf null Euro. - Copyright: picture alliance/dpa | Frank Rumpenhorst

Aber ist der Milliardär jetzt privat auch pleite? Tatsächlich schätzt "Forbes" sein Vermögen aktuell auf null Dollar. Richtig gehört: null. Seine Luxusyacht “Roma” steht für fast 40 Millionen Euro zum Verkauf und die Finanzverwaltung Österreich hat eine seiner Luxusvillen gepfändet – wegen angeblicher Steuerschulden, die von der zugehörigen Stiftung bestritten werden.

Doch Sorgen muss man sich um Benko wohl nicht machen. Ein Teil seines Vermögens liegt nämlich in mehreren Familienstiftungen. In der Familie-Benko-Privatstiftung beispielsweise soll er im Laufe der Jahre fast eine Milliarde Euro Dividenden geparkt haben. Gläubiger haben darauf keinen Zugriff. Das könnte sich höchstens ändern, wenn René Benko eine betrügerische Insolvenz nachgewiesen wird.

Benkos Luxusvilla: inzwischen gepfändet. - Copyright: picture alliance / EXPA / APA / picturedesk.com | EXPA
Benkos Luxusvilla: inzwischen gepfändet. - Copyright: picture alliance / EXPA / APA / picturedesk.com | EXPA

Groß zu sorgen scheint sich Benko erstmal nicht. Berichten zufolge flog er – kurz bevor die Signa Holding im November Insolvenz anmeldete – im Privatjet mit der Familie nach Barcelona zum Shoppen, wie die "NZZ" berichtete.