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Kultusminister-Präsidentin: Schulschließungen nur als letzte Maßnahme

·Lesedauer: 2 Min.
Kultusminister-Präsidentin: Schulschließungen nur als letzte Maßnahme. (Symbolbild: Getty)
Kultusminister-Präsidentin: Schulschließungen nur als letzte Maßnahme. (Symbolbild: Getty)

Im Falle einer vierten Corona-Welle im Herbst sollen Schulen nach Ansicht der Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Britta Ernst, nur im äußersten Notfall erneut schließen. "Was ich ablehne ist, dass bei steigenden Zahlen im Herbst zuerst über Einschränkungen in Schulen diskutiert wird", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). "Wenn das Infektionsgeschehen solche Probleme macht, dass Lockerungen zurückgenommen werden, sollte über die Schließung von Schulen als letztes nachgedacht werden."

Die langen Schließungen in der Vergangenheit hätten Folgen für Kinder und Jugendliche gehabt, nicht nur im fachlichen, sondern auch im psychosozialen Bereich, sagte Brandenburgs Bildungsministerin. Jede neue Einschränkung, werfe im Aufholprozess zurück.

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Ernst zeigte sich optimistisch, dass Schulen nach den Sommerferien in vollem Präsenzunterricht starten können. Die Rahmenbedingungen hätten sich im Vergleich zum letzten Schuljahr geändert. Alle Lehrkräfte hätten sich zweimal impfen lassen können, zudem gebe es die Möglichkeit von Tests. "Expertinnen und Experten sagen uns, mit diesen Rahmenbedingungen könnten die Schulen auch bei der Delta-Variante offen gehalten werden."

Derweil forderte FDP-Chef Christian Lindner die KMK auf, außer der Reihe noch vor den Sommerferien zu tagen. "Ein neuerlicher Lockdown und Schließungen von Schulen bei einer möglichen vierten Welle müssen ausgeschlossen werden", sagte Lindner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die KMK und die Bundesregierung sollten "noch im Juli zusammenkommen, um eine Strategie zu beraten". Der nächste Termin im Oktober sei "viel zu spät". Im Zentrum der Beratungen müssten "die Ausdehnung der Lolli-Tests, Hygienekonzepte, Luftreiniger und Impfangebote stehen". Bereits über den Sommer könne man die Logistik dafür vorbereiten.

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