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Katastrophenschützer rechnen absehbar nicht mit Triage-Situation

·Lesedauer: 1 Min.

BONN (dpa-AFX) - Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rechnet absehbar mit keiner Situation, in der Ärzte beim Zugang zu Beatmungsgeräten zwischen Patienten entscheiden müssen. Präsident Armin Schuster warnte vor Panikmache im Zusammenhang mit Medienberichten über sogenannte Corona-Triagen. "Es gibt entgegen mancher Medienberichte keine Triagen in einem deutschen Krankenhaus", sagte Schuster in der Freitagsausgabe der "Rheinischen Post" und dem Bonner "General-Anzeiger".

In einer Pandemie könnten Ressourcen in Krankenhäusern wie Beatmungsgeräte knapp werden. Wenn diese Geräte an Patienten verteilt werden müssen, nennt man dieses Verteilungssystem nach festgelegten Kriterien Triage. Das Wort stammt vom französischen Verb "trier", was "sortieren" oder "aussuchen" bedeutet.

Wenn die notwendigen Corona-Regeln beherzigt werden, sei das "Triagieren" - bekannt aus der Militärmedizin - auch weiter nicht notwendig, sagte Schuster. Sein Amt mit Sitz in Bonn habe einen Überblick über die Lage in deutschen Krankenhäusern und bekomme täglich den aktuellen Stand zu freien Kapazitäten an Intensivbetten und Beatmungsgeräten bundesweit.

Schuster sagte den Zeitungen zudem, eine dritte Infektionswelle sei auch nach ausgiebigem Impfen möglich. Noch 2021 könnten alle Deutschen geimpft sein, die das wollten: "Aber wir sollten die Gefahr einer dritten Welle nicht unterschätzen. Selbst wenn wir sehr gut impfen, könnte daraus zu früh ein gewisser Leichtsinn entstehen."