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Immobilien 15 bis 25 Prozent günstiger: Darum könnte die Trendwende kommen

Immobilienpreise dürften in den kommenden Quartalen weiterhin sinken, so der Hauptgeschäftsführer des Verbands deutscher Pfandbriefbanken Jens Tolckmitt. - Copyright: shutterstock
Immobilienpreise dürften in den kommenden Quartalen weiterhin sinken, so der Hauptgeschäftsführer des Verbands deutscher Pfandbriefbanken Jens Tolckmitt. - Copyright: shutterstock

Seit über zehn Jahren steigen die Immobilienpreise in Deutschland kontinuierlich. Der Immobilienpreisindex des Verbands deutscher Pfandbriefbanken (VDP) verzeichnet einen Anstieg um 90 Prozent seit 2009. Bei Wohnimmobilien hat der Index sich mehr als verdoppelt. Doch nun kommt die Wende, wird der Verbandsgeschäftsführer Jens Tolckmitt in einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) zitiert. Beobachter sähen „klare Anzeichen für eine Trendwende bei Immobilienpreisen“. Einen Preiseinbruch schließe der VDP-Chef aus, obwohl der Immobilienpreisindex weise zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt einen Preisrückgang aus.

Die Preise für Wohnimmobilien seien im Vergleich zum Vorquartal um 0,7 Prozent gefallen, obwohl sie im Vergleich zum Vorjahresquartal um 6,1 Prozent gestiegen sind. Der langjährige Boom auf dem deutschen Immobilienmarkt habe zu hohen Bewertungen geführt, so Tolckmitt. Selbst ein Preisrückgang von 20 Prozent bedeute bloß das Niveau von 2020, denn der Bedarf an Wohnraum in Deutschland sei immer hoch.

 - Copyright: Verband deutscher Pfandbriefbanken
- Copyright: Verband deutscher Pfandbriefbanken

Deutschland habe einen niedrigen Finanzierungsanteil im Verhältnis zum Marktwert der Immobilien, so der Verbandsgeschäftsführer. Bei einer Zinsbindung von 14 Jahren betrage das nach seinen Angaben 80 Prozent. Deswegen sei der deutsche Immobilienmarkt auch in früheren Wirtschaftskrisen robust geblieben.

Ursache für den Immobilienpreisrückgang seien die gestiegenen Zinssätze, so Georg Reutter, VDP-Präsident und Vorsitzender der Immobilienbank der Volksbankgruppe DZ Hyp. Ein Rückgang von 15 bis 25 Prozent sei möglich. Reutter betonte, dass der Umfang der Transaktionen "spürbar rückläufig" gewesen sei. Er hoffe, dass es im zweiten Halbjahr 2023 zu mehr Transaktionen auf einem niedrigeren Marktniveau komme.

AA