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Großbritannien: Inflation schwächt sich überraschend etwas ab

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LONDON (dpa-AFX) - In Großbritannien hat sich die Inflation im September nach dem Schub im Vormonat überraschend etwas abgeschwächt. Im Jahresvergleich seien die Verbraucherpreise um 3,1 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt ONS am Mittwoch in London mit. Analysten hatten im Schnitt eine unveränderte Inflationsrate von 3,2 Prozent erwartet. Im Monatsvergleich seien die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent gestiegen, hieß es weiter.

Im Vormonat hatte es im Jahresvergleich den stärksten Inflationsanstieg seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1997 gegeben. Für den ungewöhnlich starken Preissprung hatte ein statistischer Basiseffekt gesorgt, der auf geringere Preise in Restaurants und Cafés ein Jahr zuvor zurückgeht. Ursachen sind ein Regierungsprogramm, das die Restaurantpreise subventionierte, und eine Reduzierung der Mehrwertsteuer.

Im September waren nach wie vor die Energiekosten ein starker Treiber der allgemeinen Preisentwicklung. Hier meldete das Statistikamt einen Anstieg um 9,5 Prozent im Jahresvergleich.

Die Inflation liegt weiter deutlich über der von der Notenbank des Landes anvisierten Zielmarke von zwei Prozent. Wegen der starken Teuerung wird mit einer schnellen Maßnahme der Bank of England gerechnet. Am Markt wird bereits im November eine erste Zinserhöhung seit Beginn der Corona-Krise erwartet.

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