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Fed-Beschlüsse: Corona-Krise setzt US-Notenbank unter Druck

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WASHINGTON (dpa-AFX) - Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) bestimmt inmitten einer erneuten Corona-Welle ihren weiteren geldpolitischen Kurs. Am Leitzins, der bereits in einer ultraniedrigen Spanne von 0,0 bis 0,25 Prozent liegt, dürfte sich am Mittwoch (20.00 Uhr MEZ) nichts ändern. Allerdings könnte die Fed angesichts der anhaltend starken Belastung der US-Wirtschaft durch die Pandemie Anpassungen an ihren milliardenschweren Wertpapierkäufen zur Stützung der Konjunktur vornehmen. Viele Ökonomen erwarten zumindest, dass die Notenbank mehr Klarheit über den künftigen Verlauf des Programms geben wird.

"Es gibt zu viel Ungewissheit, um nicht zu handeln", meint Analyst Steve Englander von der Bank Standard Chartered <GB0004082847> mit Blick auf zuletzt schwächere Daten vom US-Arbeitsmarkt. Dass die Fed ihre Wertpapierkäufe und damit die Geldschwemme ausweitet, mit der die Finanzmärkte geflutet und so die Wirtschaft angeschoben werden soll, gilt jedoch als relativ unwahrscheinlich. Erwartet werden eher kleinere Änderungen etwa bei den Laufzeiten der Anleihen, die die Notenbank ankauft. Die Fed hatte bereits mit einer beispiellosen Lockerung ihrer Geldpolitik auf die Corona-Krise reagiert.