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Facebook-Konzern Meta muss 265 Millionen Euro Strafe zahlen, nachdem persönliche Nutzerdaten veröffentlicht wurden

Meta-Chef Mark Zuckerberg. - Copyright: AP Photo/Mark Lennihan
Meta-Chef Mark Zuckerberg. - Copyright: AP Photo/Mark Lennihan

Nach der Veröffentlichung persönlicher Daten von bis zu 533 Millionen Facebook-Nutzern muss der Mutterkonzern Meta in Irland 265 Millionen Euro Strafe zahlen. Damit summieren sich die Strafen für Meta in dem EU-Staat auf 910 Millionen Euro innerhalb der vergangenen 14 Monate.

Die irische Datenschutzbehörde DPC teilte am Montag mit, sie habe ihre Untersuchungen abgeschlossen, die sie im April 2021 nach der Veröffentlichung von Namen, Telefonnummern und E-Mail-Adressen in einem Hacker-Forum aufgenommen hatte. Die Datenschutzbehörden der übrigen EU-Mitglieder hätten mit der irischen Behörde zusammengearbeitet und stimmten ihrer Entscheidung zu.

Facebook teilte mit, das Urteil zu prüfen. Kriminelle hätten die öffentlich zugänglichen Daten vor September 2019 abgeschöpft (scraped) und dann auf Plattformen online gestellt. Die Systeme von Facebook seien aber nicht gehackt worden.

Im September musste Meta bereits 405 Millionen Euro Strafe zahlen

Es ist das vierte Mal seit September 2021, dass die irische Behörde eine hohe Geldstrafe gegen Meta verhängt. Damals musste die Tochter WhatsApp 225 Millionen Euro wegen Verstößen gegen Datenschutzregeln zahlen. Hinzu kam im März 2022 eine weitere Strafe in Höhe von 17 Millionen Euro gegen den Mutterkonzern ebenfalls wegen Datenschutzverstößen. Im September verhängte die DPC eine Geldstrafe von 405 Millionen Euro gegen Instagram wegen schwerer Verstöße gegen Datenschutzregeln für Kinder.

Meta hat gegen die Instagram- sowie die WhatsApp-Entscheidung jeweils Berufung eingelegt. Nun müssen Richter entscheiden. Ein Urteil gilt als Präzedenzfall für künftige Untersuchungen von Datenrechtsverstößen. Internationale Tech-Konzerne wie Meta sind ein wichtiger Arbeitgeber in Irland. Nach der Entscheidung des Netzwerkriesen, weltweit zahlreiche Stellen zu streichen, stehen dort Hunderte Jobs auf der Kippe.

dpa/lg