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EZB liefert neue Details zu Zinsplänen: Der Tag mit Bloomberg

(Bloomberg) -- Der erste große öffentliche Auftritt von Christine Lagarde in diesem Jahr bringt die EZB-Präsidentin nach Davos, wo sie unter anderem mit Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing Europas Wachstumsaussichten erörtern wird. Zu besprechen gäbe es zum Beispiel Wirtschaftsdaten, die deutlich besser aussehen, als noch vor wenigen Wochen befürchtet. Kanzler Olaf Scholz gab sich diese Woche sicher, dass Deutschland dem Schicksal einer Rezession entkommen wird.

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Die Gaspreise sind dank des zuletzt warmen Wetters und gut gefüllter Gasspeicher auf Talfahrt, was die Hoffnung auf rasch sinkende Inflationsraten nährt. Für die EZB könnte dies einen erneuten Kurswechsel bedeuten — diesmal hin zu einer lockereren Gangart. Einige Notenbanker erwägen bereits, im März bei den Zinserhöhungen Tempo herauszunehmen. Der französische Notenbankgouverneur Francois Villeroy de Galhau beteuerte gestern auf Bloomberg TV jedoch, die Ankündigung von Lagarde, die Zinsen noch einige Zeit in Halbprozentpunkt-Schritten anheben zu wollen, sei immer noch gültig.

Mehr Klarheit könnte auch das Protokoll der letzten geldpolitischen Sitzung bringen, das die EZB am Nachmittag veröffentlicht. Damals überraschten die Währungshüter mit der Ankündigung, dass die Zinsen noch deutlich und in steten Schritten steigen werden. Eine solche Vorschau waren Investoren gar nicht mehr gewohnt. Wie lange diese überlebt, bleibt abzuwarten.

AKTUELLE MELDUNGEN:

  • Die Credit Suisse wird ihren leitenden Angestellten auch in diesem Jahr wieder eine Vorabvergütung in bar zahlen.

  • Die Deutsche Wertpapier Service Bank, die Sparkassen und Genobanken gehört, kostet ein fehlerhaftes Börsengeschäft nach derzeitigem Stand rund €60 Mio. Die Aufsicht ist involviert.

  • Die europäische Wirtschaft drängt Brüssel, auf die milliardenschweren US-Investitionen in saubere Energie mit einem eigenen Programm zu reagieren.

  • Die Lufthansa bietet nun offiziell für eine Beteiligung an ITA Airways und will damit die Konsolidierung der europäischen Luftfahrt vorantreiben.

  • Im Rahmen eines neuen Militärhilfepakets wollen die USA der Ukraine informierten Kreisen zufolge rund 100 Radschützenpanzer des Typs Stryker zur Verfügung stellen.

  • Die Schweizer EFG International will mit Hilfe von Boris Collardi, dem ehemaligen Partner der Banque Pictet & Cie, in Asien expandieren.

  • Im Nachgang des FTX-Kollaps steht nun auch eine Sparte des Imperiums von Krypto-Mogul Barry Silbert vor der Pleite, der Tokenverleiher Genesis.

  • In der Schweiz steht Bundesrat Berset unter Druck angesichts des Vorwurfs, sein Kommunikationschef habe bei Kontakten mit Ringier-Chef Walder das Amtsgeheimnis verletzt. Es soll um vertrauliche Informationen zu Covid-Maßnahmen und Impfstofflieferungen gegangen sein.

  • Neuseelands Premierministerin Ardern wird im Februar abtreten. Sie erklärte, ihre fehlten Energie und Inspiration, um bei den Wahlen in diesem Jahr wieder anzutreten.

  • Erfinderische Russen kontern Sanktionen mit eigenen Lieferketten.

ANALYSEN:

  • Allianz und Axa gehören zu den Versicherern, die in die Absicherung von Lieferkettenproblemen expandieren.

  • Bei der europäischen Banken-Berichtssaison rückt das Thema Kreditrisiken in den Fokus. Heute legt zunächst die spanische Bankinter Zahlen vor.

AKTIENMÄRKTE | Nach einem schwachen Schluss der Wall Street fallen am Donnerstag auch in Tokio die Börsenkurse. Druck bringt der Umstand, dass der Yen nach dem gestrigen temporären Kursrutsch die jüngste Rally wieder aufgenommen hat. Am Hongkonger Aktienmarkt, der insgesamt seitwärts geht, werden Techwerte abgestoßen. In New York fiel der S&P 500 gestern um 1,6% und damit so deutlich wie seit einem Monat nicht mehr. Der stärkste Rückgang der US-Einzelhandelsumsätze seit einem Jahr schürte Besorgnis zu Wirtschaftswachstum und Berichtssaison. Für Europa signalisieren die Futures einen leichteren Handelsauftakt.

RENTENMÄRKTE | Am europäischen Staatsanleihemarkt stiegen gestern die Kurse, wobei besonders die Peripherie gesucht war. Schwächer als erwartet ausgefallene US-Konjunkturdaten nährten die Erwartung, dass die Federal Reserve ihre geldpolitische Straffung bald beenden und dies auch Auswirkungen auf die Gangart der EZB haben wird. Im 10j Segment fiel die BTP-Rendite um 13 Bp, bei Papieren Griechenlands ging sie 12 Bp zurück, bei Anleihen Portugals um 11 Bp. Heute stehen am Primärmarkt Emissionen Spaniens und Frankreichs in jeweils mehreren Tranchen an.

ROHSTOFFMÄRKTE | Der Ölmarkt weitet seine gestrige Korrektur am Mittwoch aus. Parallel zu den schwachen Konjunktursignalen aus den USA sind die amerikanischen Ölbestände laut ADP-Daten um 7,6 Millionen Barrel gestiegen. Gold verteuert sich leicht, nachdem der Bullionpreis drei Sitzungen in Folge abwärts korrigiert hatte. Die Markt verteidigt die Marke von $1.900 Dollar je Barrel. Händler spekulieren, dass die US-Notenbank ihren Straffungskurs abschwächt.

TERMINE AM DONNERSTAG

  • Quartalszahlen Europa: Zur Rose, Suse

  • World Economic Forum in Davos, u.a. mit EZB-Präsidentin Lagarde (11:30)

  • 09:00 Bundestag, Plenum

  • 10:00 Leistungsbilanz Eurozone November

  • 10:00 Norges Bank, Ergebnis der Sitzung des geldpolitischen Rats

  • 12:00 Türkische Zentralbank, Ergebnis der Sitzung des geldpolitischen Rats

  • 13:30 EZB, Protokoll der geldpolitischen Sitzung vom 15.12.

  • US-Konjunkturdaten: Baubeginne/-genehmigungen, Erstanträge Arbeitslosenhilfe, Philadelphia-Fed-Index (14:30)

  • 18:00 EZB-Direktorin Schnabel, Teilnahme an Seminar zu “Geldpolitik in Zeiten von Pandemie und Krieg”

  • US-Quartalszahlen: Procter & Gamble, Netflix

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