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Euro fällt auf Viermonatstief

Die Gemeinschaftswährung hat am Donnerstag deutlich nachgegeben. Anleger beobachten die Entwicklungen im Handelskonflikt zwischen den USA und China.

Am Morgen lag der Euro bei 1,1040 US-Dollar. Foto: dpa

Der Euro hat am Donnerstag nachgegeben und ist auf den tiefsten Stand seit etwa vier Monaten gefallen. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0975 US-Dollar und damit knapp einen halben Cent weniger als im Tageshoch. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1003 (Mittwoch: 1,1023) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9088 (0,9072) Euro.

Die Kursverluste des Euro gingen einher mit einer breit angelegten Stärke des US-Dollar. Marktbeobachter taten sich schwer, einen konkreten Grund dafür zu benennen. Leichte Unterstützung erhielt der Dollar durch robuste Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt. Die Zahlen sind ein gutes Omen für den am Freitag anstehenden Monatsbericht der US-Regierung. Der Jobmarkt zählt seit längerem zu den Stärken der amerikanischen Wirtschaft.

Ansonsten war von einem eher ruhigen Umfeld und einer insgesamt guten Stimmung an den Finanzmärkten die Rede. Positiv aufgenommen wurde die Ankündigung Chinas, Strafzölle auf US-amerikanische Einfuhren im Wert von 75 Milliarden Dollar zu halbieren. Der Schritt soll zeitgleich mit einer Verringerung amerikanischer Strafzölle auf chinesische Waren erfolgen. Dieses Vorgehen ist Teil des Abkommens zur Beruhigung des Handelsstreits zwischen den beiden Wirtschaftsmächten.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84835 (0,84444) britische Pfund, 120,87 (120,94) japanische Yen und 1,0715 (1,0717) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1563 Dollar gehandelt. Das waren rund sieben Dollar mehr als am Vortag.