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DeFi: Bedeutet der Bitcoin-Höhenflug das Ende des Booms?

Christian Stede
·Lesedauer: 2 Min.
Ein schlaff herunter hängender Windsack
Ein schlaff herunter hängender Windsack

Ein aktueller Blogbeitrag untersucht die Gründe für den DeFi-Boom im dritten Quartal und hat auch eine Erklärung für die Abschwächung parat.

Des einen Freud, des anderen Leid? Der Bitcoin-Kurs erreichte dieser Tage ein neues Jahreshoch. Marktbeobachter bringen dies in erster Linie mit der Ankündigung des Zahlungsdienstleisters PayPal in Verbindung, auf seiner Plattform schon in diesem Jahr Kryptowährungen anzubieten. Im selben Atemzug ging es jedoch mit dem DeFi-Sektor abwärts. Zwar hatte man im zweiten und dritten Quartal 2020 Rekorde zu verbuchen. Der in den DeFi-Protokollen angelegte Wert stieg von Juli bis Oktober von zwei auf elf Milliarden US-Dollar an. Mehrere DeFi-Token erzielten dabei eine enorme Wertsteigerung. Seit September haben einige Tokens jedoch schon wieder die Hälfte ihres Wertes verloren. Dies nimmt insofern Wunder, als gleichzeitig das DeFi-Anlagevolumen insgesamt gestiegen ist.

Das kann, wie ein aktueller Blog-Beitrag des Krypto-Analysten Lucas Outomuro zu dieser Thematik nahelegt, nur daran liegen, dass die Anleger ihre Gewinne aus den Token mitgenommen und damit nun weniger riskante DeFi-Anlagen getätigt haben. Als Wendepunkt, der das explosive Wachstum von DeFi im dritten Quartal einläutete, erwähnt der Beitrag das COMP-Mining von Compound Mitte Juni. Danach folgten hunderte von Protokollen mit eigenen Yield-Farming-Ansätzen. Als Spätfolge davon begann der Markt im September jedoch zu kollabieren. Das Mining könne zwar, so der Autor des Beitrags, durchaus die Nachfrage anheizen. Aber auch Folgen ähnlich denen einer Hyperinflation können die Folge sein.

In DeFi steckt noch ungenutztes Potenzial

So ging das Volumen von Governance-Token aus dem Ethereum-Umfeld im September um etwa ein Drittel von 7,5 auf 5,07 Milliarden US-Dollar zurück. Mit Stable Coins und auf Bitcoin basierenden Token ging es im selben Zeitraum aber bergauf, wie eine Analyse des Portals IntoTheBlock zeigt. Der Anteil von auf Ethereum basierenden DeFi-Netzwerke macht derzeit 1,39 Prozent der Gesamtkapitalisierung des Krypto-Marktes im Wert von knapp 400 Milliarden Dollar aus. Gemessen an der Zahl der Holder ist der Marktanteil noch geringer.

Der erwähnte Blogpost meint völlig zu Recht, dass die jüngste Erholung im DeFi-Sektor noch längst kein Alarmsignal ist. Schließlich seien die Fortschritte im DeFi-Bereich nicht zu übersehen und es gebe noch jede Menge an innovativer Entwicklungen. In Protokollen laufen bereits Tests für Layer-2-Lösungen, die DeFi noch massenkompatibler machen sollen. Zudem ist es nachvollziehbar, dass im Entstehen begriffene Märkte von einer hohen Volatilität geprägt sind.

Source: BTC-ECHO

Der Beitrag DeFi: Markiert der Bitcoin-Höhenflug das Ende des Hypes? erschien zuerst auf BTC-ECHO.