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Deal mit Tijen Onaran und Tillman Schulz geplatzt: So ging’s nach DHDL für Just Nosh weiter

Mit Just Nosh wollen Shweta Pahuja-Markull und Lars Markull einen Snack aus Indien in Deutschland bekannt machen.  - Copyright: RTL / Bernd-Michael Maurer
Mit Just Nosh wollen Shweta Pahuja-Markull und Lars Markull einen Snack aus Indien in Deutschland bekannt machen. - Copyright: RTL / Bernd-Michael Maurer

Gleich vier Investorinnen und Investoren machten dem Startup Just Nosh in „Die Höhle der Löwen“ ein Angebot. Die Gründer Shweta Pahuja-Markull und Lars Markull vertreiben einen Snack, der optisch an Popcorn erinnert. Nur ist der nicht aus Mais, sondern aus Samen der Seerose. Water Lily Pops heißt ihr Produkt. Dafür wollte das Gründerpaar 200.000 Euro und bot 15 Prozent an ihrem Startup an.

Bis auf Carsten Maschmeyer, der nicht in Food investiere, wie er sagte, konkurrierten Ralf Dümmel, Nils Glagau, Tijen Onaran und Tillman Schulz um einen Deal mit den Gründern. Die entschieden sich letztlich für ein gemeinsames Angebot von Onaran und Schulz: 200.000 Euro für 20 Prozent Firmenanteile. Schulz wolle das Produkt im Handel groß machen, Onaran die Gründerin selbst. Der Deal hat nach der Show jedoch nicht stattgefunden. „Alle Parteien haben sich im Folge der Verhandlungsrunden freundschaftlich zu einem 'No-Deal' geeinigt“, sagt Pahuja-Markull gegenüber Gründerszene.

So ging es für Just Nosh nach der Show weiter

Die Gründerin kennt Seerosen-Samen aus Indien, dort wird das Produkt von Just Nosh auch hergestellt. Mit ihrem Startup möchte Pahuja-Markull Water Lily Pops in Deutschland bekannt machen. Die Samen sind schwarz und werden von Bauern und Bäuerinnen vom Grund der Gewässer gefischt, anschließend in der Sonne getrocknet, sodass sich das Innere des Samens ausdehnt. Anschließend werden die Samen erhitzt. Mit einem Schlag auf den Samen platzt er und der „Pop“ springt aus der Hülle.

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Gegründet haben Pahuja-Markull und Markull das Startup 2020. An Board ist auch ein weiterer Mitgründer, Timo Schütz. „Als wir die Sendung aufgenommen hatten, waren unsere Water Lily Pops – damals 'Lotus Pops' – bei gut 30 Supermärkten in der Berliner Region erhältlich“, sagt Pahuja-Markull. „Wir standen auch kurz vor dem Start der Zusammenarbeit mit Kaufland und Globus.“

Nach Aufzeichnung der Show folgten weitere Listungen von Water Lily Pops in Supermärkten. Außerdem gewann das Startup beim Food Innovation Camp den Preis für das beste Food-Produkt 2023. „Heute stehen wir bei knapp 1.000 Supermärkten und es werden stetig mehr“, sagt Pahuja-Markull. „Wir werden von einem starken Außendienst-Netzwerk unterstützt und werden unsere Distribution weiter ausbauen können.“ Water Lily Pops im Handel zu platzieren, scheint für das Gründerpaar auch ohne Löwen-Unterstützung zu funktionieren.

Konkurrenzkampf unter den Löwen

Dabei war es ein Schlagabtausch, bis es überhaupt zu einem Deal in der Sendung kam. Dümmel, Glagau, Onaran und Schulz hielten sich zu Beginn in Deckung. Niemand wollte ein Angebot, beziehungsweise Gegenangebot, als Erstes offen aussprechen – aus Taktik. Grund dafür war die hohe Firmenbewertung, die Pahuja-Markull und Markull angaben.

Erst als Maschmeyer „die Nase voll“ hatte und er die Investorinnen und Investoren einen „Pop“ in die Luft werfen und mit dem Mund auffangen ließ, konnten die Verhandlungen beginnen. Wer den „Pop“ nicht fangen konnte, musste zuerst aus der Deckung. Glagau machte also den Anfang. Er fand die Firmenbewertung „fair“, bot dem Gründerpaar 200.000 Euro gegen 15 Prozent Firmenanteile an und erntete dafür von Schulz die Bemerkung „Du bist ein Schwein“.

Hätte Ralf Dümmel nicht 20 Prozent für 200.000 Euro gefordert, hätten Onaran und Schulz nämlich kein gemeinsames Angebot machen können. „Bei 15 Prozent macht es keinen Sinn zusammen zu machen, da kriegst du den Return nie hin“, sagte Schulz. Bei seinem Versuch, die beiden Gründer von sich und Onaran zu überzeugen, teilte er auch gegen Dümmel aus: „Ralf ist auch schon lange unterwegs im Handel, aber nicht mit der Kompetenz so stark im Lebensmittelbereich.“ Der konterte: „Sag einfach besser, was du kannst, und nicht, was andere nicht können.“

Das tat Schulz dann auch. Er sehe das Produkt überall im Handel, aber auch auf Messen. Außerdem könne sein Team auch in Indien beim Einkauf unterstützen. Onaran wolle die Gründerin zum Gesicht der Marke machen. Sieht darin auch ihre Expertise. „Der Unterschied zwischen mir und meinen Kollegen, vor allem den ersten beiden [Anm. der Red.: gemeint sind Dümmel und Glagau] ist, dass ich vorher schon eine Brand war und mich dann auf diesen Stuhl gesetzt habe“, sagte die Investorin.