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Bulgarien empört über Sprache von Albaniens Regierungschef Rama

SOFIA (dpa-AFX) - Bulgarien hat eine Äußerung des albanischen Ministerpräsidenten Edi Rama als "beleidigend" verurteilt. Rama hatte am Donnerstag beim EU-Westbalkan-Gipfel in Brüssel Bulgariens Blockade der EU-Beitrittsgespräche mit seinem Land und Nordmazedonien als "Schande" bezeichnet.

"Es ist unzulässig, dass die Beziehungen zwischen den Staaten zur Geisel der Exzentrizität des jetzigen albanischen Ministerpräsidenten werden", erklärte das bulgarische Außenministerium am Freitag. Es bezeichnete Ramas Ausdrucksweise als "niedriges Sprachregister". Dieser hatte auch gesagt: "Ein Nato-Land - Bulgarien - nimmt zwei andere Nato-Länder - Albanien und Nordmazedonien - inmitten eines heißen Kriegs in Europa in Geiselhaft."

Das bulgarische Parlament hatte sich am Freitag für eine Aufhebung des Vetos gegen den Beginn von EU-Beitrittsverhandlungen mit Nordmazedonien ausgesprochen. Die Abgeordneten stimmten mehrheitlich für einen entsprechenden Beschluss, der allerdings auch Bedingungen enthielt. Bulgarien hat Ende 2020 den Beginn von EU-Beitrittsgesprächen mit Nordmazedonien aus geschichtspolitischen Gründen blockiert. Davon war auch EU-Kandidat Albanien betroffen.

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