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Beim Radfahren telefonieren? Zwei Brüder entwickeln eine Freisprechanlage für den Lenker

·Lesedauer: 2 Min.
Sohrab (links) und Khesrau Noorzaie wollen das Fahrradfahren sicherer machen.
Sohrab (links) und Khesrau Noorzaie wollen das Fahrradfahren sicherer machen.

Kurz ein Lied in der Playlist überspringen, mal eben einen Anruf annehmen. Beim Fahrradfahren auf's Smartphone schauen, das ist für viele normal. Legal ist es allerdings nicht: Wird man beim Telefonieren auf dem Fahrrad erwischt, ist ein Bußgeld von 55 Euro fällig. Nach einem Unfall sind es sogar hundert Euro.

Am sichersten (und am günstigsten) wäre es also, das Handy ganz wegzupacken auf dem Fahrrad. Für alle, die das Tippen trotzdem nicht lassen können, haben die beiden Brüder Khresrau (29) und Sohrab Noorazie (27) eine Handyhalterung für's Fahrrad entwickelt. Der Name: Cockpit Case, weil die smarte Halterung dem Cockpitsystem eines Autos ähneln soll.

Cockpit-App soll Tippen verhindern

Die Halterung ist manuell für verschiedene Handygrößen verstellbar, besteht aus recyclebarem Material und wird am Lenker montiert. Den Gründern zufolge soll die Hülle den Lautsprecher des Handys um das Dreifache verstärken können, So müsse man das Smartphone während der Fahrt nicht mehr direkt ans Ohr halten, um seinen Gesprächspartner am Telefon zu hören oder dem Navi zu folgen. Per Lautsprechanlage und Sprachassistent können Nutzer außerdem ins Mikrofon einsprechen, um dem Handy etwa Liedwünsche mitzuteilen – ohne die Hände vom Lenker nehmen zu müssen. Störgeräusche wie Wind oder Verkehr soll die Halterung dadurch abschirmen, indem sich die Hülle wie ein windgeschützter Raum um das Mikrofon wölbt. Zusätzliches Ablenkungspotential von der Straße soll die dazugehörige „Cockpit-App“ des Startups verhindern, indem sie alle wichtigen Apps auf einer einzigen Oberfläche bündelt.

Die Idee für ihre Handyhalterung hatten die Brüder Khesrau und Sohrab Noorzaie aus Kassel bereits 2014. Die gebürtigen Afghanen haben mit Sminno, dem Unternehmen hinter dem Cockpit Case, seitdem einen Gesamtumsatz von 250.000 Euro generiert, davon 70.000 Euro im vergangenen Jahr. Ihre recyclebare Halterung kostet im eigenen Onlineshop 59,99 Euro, die App-Nutzung ist für ein Jahr inbegriffen. Danach kostet die Anwendung im Abo jährlich 24 Euro oder monatlich 4,50 Euro.

Nun wollen die Brüder mit ihrem Unternehmen Sminno weiter wachsen und sind daher in der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ auf der Suche nach Kapital in Höhe von insgesamt 500.000 Euro. Im Gegenzug bieten die Gründer den Löwen 15 Prozent der Firmenanteile an. Werden sich die Löwen für ein Investment in das Startup der Brüder entscheiden?

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