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Bafin-Chef warnt vor "Kryptotulpen" und Gruppen von "Lunatics", die zu riskanten Investments in Milliardenhöhe führen können

Mark Branson, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.
Mark Branson, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Mark Branson, Chef der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin), warnt Verbraucher angesichts des derzeitigen Wertverlusts vieler Kryptowährungen vor dem Kauf sogenannter „Kryptotulpen“. In einem am Mittwoch veröffentlichten Blogpost der Bafin betonte er die Risiken unregulierter Krypto-Märkte.

„Es mag sich hip und harmlos anfühlen, Kryptotulpen zu kaufen oder einer Community von sogenannten 'Lunatics' anzugehören. Doch bei solchen Investments können sich binnen kurzer Zeit Sparvermögen in Milliardenhöhe atomisieren – wie gerade geschehen“, so Branson. Der Begriff „Kryptotulpen“ ist dabei eine Anspielung auf die Tulpenblase im 17. Jahrhundert, in der Tulpenzwiebeln zum Spekulationsobjekt wurden.

Um Vertrauensverluste und finanzielle Risiken so gering wie möglich zu halten, dürfe die Finanzaufsicht den Markt weder zu viel noch zu wenig regulieren, so der Bafin-Chef. Stattdessen solle eine Art ausgewogener Mittelweg gefunden werden.

Fintechs sollen sich Vertrauen der Bafin verdienen

Einen ähnlichen Ansatz verfolge die Bafin in Bezug Fintechs, heißt es in dem Blogpost. Für Startups sei es wichtig, die Erlaubnis der Finanzaufsicht vor der Markteinführung so schnell wie möglich zu erhalten. Die Bafin wolle dem zwar nachkommen, müsse jedoch gleichzeitig die Verbraucher vor „riskanten Versuchsballons“ schützen, so Branson.

Um das Vertrauen der Bafin und dadurch auch der Verbraucher zu erlangen, müsste daher jedes Unternehmen beweisen, „dass also zum Beispiel sein Management fit und proper ist, dass es genügend Startkapital hat und dass sein Geschäftsmodell plausibel ist“, schreibt Branson.

Branson eilt der Ruf des harten Aufsehers voraus

Branson ist seit August 2021 Chef der Finanzaufsicht in Deutschland. Laut Medienberichten gilt er als strenger Aufseher, der vor seinem Amtsantritt bereits Erfahrungen mit der Aufarbeitung von Finanzskandalen gesammelt hatte. Dazu zählten unter anderem die Geldwäsche-Vorwürfe um die Fifa und Credit Suisse. Im Zuge dessen verpasste die „Schweizer Handelszeitung“ Branson den Spitznamen „Sheriff“. Laut dem Medium hat er bei Bankern den Ruf, „zu schlau, zu ehrgeizig, zu regulierungswütig“ zu sein.

af

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