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Australische Notenbank senkt Leitzins und kauft Staatsanleihen

Die Zentralbank hat ein Maßnahmenpaket beschlossen. Sie senkt den Leitzins auf ein Rekordtief und steigt zudem in den Kauf von Staatsanleihen ein.

Die australische Zentralbank reagiert mit einem umfangreichen Programm auf die Coronakrise und die Gefahr der ersten Rezession seit fast 30 Jahren. Wie die Notenbank am Donnerstag bekanntgab, sinkt der Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf ein Rekordtief von 0,25 Prozent.

Zudem steigt die Notenbank in den Kauf von Staatsanleihen ein. Ein Kreditprogramm für die Geschäftsbanken des Landes wurde ebenfalls aufgelegt. Mit ihren Anleihekäufen folgen die Australier dem Beispiel Japans.

Ähnlich wie die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt gibt die australische Zentralbank ein Renditeziel aus, das sie mit ihren Käufen erreichen will. Es beträgt für dreijährige Staatsanleihen 0,25 Prozent, entspricht also dem Leitzins. Die Wertpapier werden nicht vom Staat direkt, sondern im freien Handel erworben.

Das Kreditprogramm für die Bankenbranche beläuft sich auf 90 Milliarden australische Dollar (rund 48 Milliarden Euro). Die Banken können dort Zentralbankgeld für drei Jahre und einem Zins von 0,25 Prozent abrufen.

Zunächst können die Geldhäuser Notenbankkredite in Höhe von drei Prozent ihrer aktuellen Kreditvergabe erhalten. Zusätzliche Kredite können fließen, falls die Banken ihre Ausleihungen an kleine und mittlere Unternehmen ausweiten.

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