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Amazon droht Millionenstrafe in der EU

·Lesedauer: 4 Min.
Amazon wird angelastet, gegen die europäische Datenschutz-Grundverordnung verstoßen zu haben.
Amazon wird angelastet, gegen die europäische Datenschutz-Grundverordnung verstoßen zu haben.

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Amazon droht in der Europäischen Union eine Strafe von mehr als 425 Millionen US-Dollar. Wie das „Wall Street Journal“ berichtet, schlägt Luxemburgs Behörde CNPD die Buße wegen Datenschutzverstößen gegen die europäische Datenschutz-Grundverordnung vor. Dies wäre, so das Blatt, die bislang höchste derartige Strafe in der EU. Die Behörde CNPD habe ihre Empfehlung den Datenschutzbehörden in den anderen EU-Ländern vorgelegt.

Der Fall bezieht sich auf mutmaßliche Verstöße gegen die europäische Datenschutz-Grundverordnung im Zusammenhang mit der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten durch Amazon. Der Online-Händler gab zunächst keine Stellungnahme ab. Bevor der Entscheidungsentwurf rechtskräftig werden kann, muss er von anderen EU-Datenschutzbehörden wirksam genehmigt werden. Dies kann Monate dauern und zu wesentlichen Änderungen, einschließlich einer höheren oder niedrigeren Geldbuße, führen. [Mehr bei Handelsblatt und Wall Street Journal]

Auf Gründerszene lest ihr heute: Das Wiener Startup Journi von Gründerin Bianca Busetti druckt per App Portobücher aus digitalen Schnappschüssen. Trotz großer Konkurrenz schaffte es das Startup, sich profitabel aufzustellen. Während der Corona-Pandemie und dem Einbruch der Reisebranche soll das Unternehmen weiter gewachsen sein. [Mehr bei Gründerszene]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Microsoft investiert in sein Cloud-Gaming-Angebot. Der Software-Konzern will über die Xbox-App Fernseher zur Spielekonsole machen. Spiele sollen mit schneller Internetverbindung und einem Controller in der Zukunft ohne Konsole auskommen. Microsoft arbeitet auch an eigenen Streaming-Geräten für das Cloud-Gaming, um so auf eine Konsole verzichten zu können. Wann die TV-App auf den Markt kommt, ist noch nicht bekannt. Die aktuelle Xbox-Konsole ist wegen der weltweiten Halbleiter-Engpässe schwer zu bekommen. Microsoft setzt nun wie auch seine Rivalen zusätzlich zum Konsolengeschäft auf das Cloud-Gaming übers Internet. [Mehr bei Axios]

Tesla hat sein aktualisiertes Model S vorgestellt. Damit will der Konzern den Verkauf von High-End-Modellen ankurbeln. Die Neugestaltung des Model S ist ein Zeichen dafür, dass Tesla sich von einem Startup zu einem etablierten Hersteller entwickelt hat, der nun auch ältere Modelle aufrüsten muss, um weiterhin das Interesse von Käufern zu bedienen. Tesla-CEO Elon Musk bezeichnete das aktualisierte Modell als das schnellste Serienauto auf dem Markt. Das Model S Plaid kann in weniger als zwei Sekunden von null auf 60 Meilen pro Stunde beschleunigen, der Preis liegt bei etwa 130.000 US-Dollar. [Mehr bei Wall Street Journal]

Alibaba will einen selbstfahrenden Lkw entwickeln. Der chinesische E-Commerce-Konzern und seine Logistiktochter Cainiao arbeiten derzeit an dem Projekt. Außerdem sollen im nächsten Jahr 1000 autonome Lieferroboter auf den Markt kommen. Die Investoren zeigen sich optimistisch in Bezug auf selbstfahrende Lkw, obwohl die Entwickler immer wieder Meilensteine verpasst haben. Darüber hinaus stellen Lkw aufgrund ihres höheren Gewichts größere Herausforderungen als Pkw dar. In China ist autonomes Fahren eine nationale Priorität. [Mehr bei The Information]

Der chinesische Uber-Rivale Didi Chuxing plant den IPO. Das Unternehmen will entweder an der New Yorker Börse oder an der Nasdaq notieren. Führende Banker sind Goldman Sachs, Morgan Stanley und J.P. Morgan. Die Einreichung enthüllt nicht, wie viel Geld Didi über den Börsengang aufbringen will, sondern listet stattdessen nur einen Platzhalter von 100 Millionen US-Dollar. Uber hält derzeit einen Anteil von 12,8 Prozent an Didi und ist damit der zweitgrößte externe Aktionär des Unternehmens. Andere große Geldgeber sind Softbank und Tencent. Didi meldet einen Verlust von 1,7 Milliarden Dollar bei einem Umsatz von 21,6 Milliarden Dollar für 2020. Zuletzt wurde es mit 62 Milliarden Dollar bewertet. Beim Börsengang strebt das Unternehmen aber einen höheren Preis an. [Mehr bei Axios und Bloomberg]

Börsengänge und Investitionen: Monday.com, der Hersteller von Projektmanagement-Software, hat bei seinem Börsengang 574 Millionen US-Dollar aufgebracht. Die Aktien eröffneten am Donnerstag bei 173,15 US-Dollar und wurden bis zu 182 Dollar pro Stück oder 17 Prozent über ihrem IPO-Preis von 155 Dollar gehandelt. Softbank und Viking investieren 250 Millionen Dollar in das mexikanische Fintech Clip. Das Zahlungs-Startup gab am Donnerstag bekannt, dass seine Bewertung nach der Investition auf fast zwei Milliarden Dollar gestiegen ist und es damit in einen kleinen und wachsenden Club mexikanischer Einhörner aufgenommen wurde. Clip war das erste Unternehmen in Mexiko, das 2019 Mittel aus dem Lateinamerika-Fonds von Softbank erhielt. Ledger, ein französisches Startup, hat in einer Finanzierungsrunde 380 Millionen Dollar aufgebracht. Damit erreicht das Unternehmen eine Bewertung von 1,5 Milliarden Dollar. Das Hauptprodukt von Ledger ist ein Hardware-Wallet zur Verwaltung von Krypto-Assets. [Mehr bei Bloomberg, Reuters, und Techcrunch]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Nach der Kündigung eines Kollegen gehen die Gorillas-Fahrer in den illegalen Streik. Seit Mitte der Woche protestieren die Mitarbeiter des Zehn-Minuten-Lieferdienstes für mehr Arbeitsrechte. Die Fahrer mehrerer Berliner Warenlager fordern die Wiedereinstellung eines Kollegen, dem kurzfristig gekündigt wurde, weil er zu spät zur Schicht gekommen sein soll. [Mehr bei Gründerszene]

Einen schönen Freitag!

Eure Gründerszene-Redaktion