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109. Tour de France: Vorschau auf die 5. Etappe

109. Tour de France: Vorschau auf die 5. Etappe
109. Tour de France: Vorschau auf die 5. Etappe

5. Etappe: Lille - Arenberg (153,7 km)

Ein riesiges Spektakel für die Fans, eine große Chance für die Spezialisten und ein Albtraum für die leichten Kletterer: 19,4 Kilometer Kopfsteinpflaster auf den Wirtschaftswegen des Klassikers Paris-Roubaix machen die fünfte Etappe der 109. Tour de France zu einer ganz entscheidenden. Es gilt die uralte Weisheit: Die Tour kann man heute nicht gewinnen, sehr wohl aber verlieren.

Anders als 2018, als John Degenkolb die Pave-Etappe gewann, endet der Ritt über die Holperstrecke nicht im berühmten Radstadion von Roubaix sondern im Städtchen Wallers-Arenberg. Im Wald von Arenberg befindet sich der berüchtigtste Kopfstein-Sektor von Paris-Roubaix - bei der Tour ist dieser aber gnädigerweise ausgespart worden.

Dennoch droht gerade den Klassementfahrern, von denen viele kaum Renn-Erfahrung auf dem ungewohnten Belag haben, Zeitverlust - durch Stürze, Defekte oder schlicht dadurch, den Anschluss zu verlieren. Eine Lücke ist auf den Paves besonders schwer zu schließen. Nach eher unspektakulären ersten 80 km steht der erste von elf Kopfstein-Sektoren an, danach geht es Schlag auf Schlag.

Das Wirtschafts-Zentrum Lille nahe der Grenze zu Belgien ist sportlich vor allem als Heimat des fünfmaligen französischen Fußball-Meisters bekannt - 2021 unterbrach OSC Lille sensationell die Titelserie von Paris St. Germain. Tour-Etappenort ist Lille zum 18. Mal, 2014 siegte Marcel Kittel hier zum dritten Mal binnen vier Tagen.

Arenberg ist der Name eine bedeutenden Mine im Städtchen Wallers (5600 Einwohner). Zweimal endeten dort Tour-Etappen, zuletzt siegte 2014 der Niederländer Lars Boom.

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