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"Machen der Ukraine Probleme": Nato sorgt sich zunehmend wegen des Einsatzes iranischer Kamikaze-Drohnen durch Russland

Der Iran hat Flugdrohnen an Russland geliefert, die nach Geheimdienstinformationen im Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt werden. - Copyright: picture alliance / abaca | SalamPix/ABACA
Der Iran hat Flugdrohnen an Russland geliefert, die nach Geheimdienstinformationen im Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt werden. - Copyright: picture alliance / abaca | SalamPix/ABACA

Tagelang war es den Russen im Sommer nicht gelungen, die strategisch wichtige Hafenstadt Odessa im Süden der Ukraine einzunehmen, bevor sich ihre Angriffe auf den Osten des Landes verlagert haben. Doch in Frieden leben die Bewohner Odessas noch immer nicht. Der Hauptgrund: iranische Kamikaze-Drohnen.

Im Nato-Hauptquartier in Brüssel beobachtet man nach Informationen von Business Insider demnach derzeit mit wachsender Sorge, wie erfolgreich die Russen die Fluggeschosse in der Hafenstadt und anderen Städten einsetzen. Erst Mittwoch kam es nach ukrainischen Angaben zu sechs Einschlägen nahe Kiew, teilte der Gouverneur des Gebiets Kiew, Olexij Kuleba, am Mittwoch im Nachrichtendienst Telegram mit. In der Kleinstadt Bila Zerkwa sei ein Mensch verletzt worden. Und auch Infrastruktur sei getroffen worden.

Den ukrainischen Luftstreitkräften zufolge sind insgesamt zwölf iranische Drohnen aus südlicher Richtung auf Ziele geflogen. "Sechs von ihnen wurden abgeschossen, drei mit Flugabwehrraketen im Süden und ebenfalls drei wurden durch die Luftstreitkräfte abgeschossen", sagte der Sprecher der Luftwaffe, Jurij Ihnat, im ukrainischen Fernsehen. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Medienberichten zufolge soll eine Kaserne in Bila Zerkwa das Ziel gewesen sein.

Von Bila Zerkwa liegen in südlicher Richtung die nächsten russischen Positionen rund 380 Kilometer entfernt. Das mit Russland verbündete Belarus ist rund 180 Kilometer und die russische Grenze etwa 280 Kilometer von der Kleinstadt entfernt.

Drohnen sind schwer zu orten und somit ein Problem für die Ukraine

"Die Drohnen bereiten der Ukraine Probleme", sagt ein hochrangiger Nato-Vertreter im Gespräch mit Business Insider. Die besagten Fluggeräte fliegen mit 200 Kilometern pro Stunde auf ihr Ziel zu, sind dabei lediglich zweieinhalb Meter breit und nur 200 Kilogramm schwer. Für Radargeräte sind sie schwer zu orten. Zwar verfügen die Ukrainer über Flugabwehrraketen des Typs Stinger, doch die kann man oft nur tagsüber einsetzen, da Nachtsichtgeräte fehlen. Die USA haben daraufhin angekündigt, moderne Switchblade-600-Drohnen zu liefern.

   - Copyright: picture alliance/dpa/dpa Grafik | dpa-infografik GmbH
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Dank einer strategischen Zusammenarbeit mit China hat der Iran inzwischen eine große Industrieproduktion für Drohnen dieser Art aufgebaut. Mitte Juli erklärten die USA, dass der Iran trotz seines offiziell neutralen Status Russland im Ukraine-Krieg mit der Lieferung Hunderter Drohnen verschiedener Bauarten unterstütze. Die ersten Fluggeräte seien demnach im August angekommen. Moskau und Teheran haben das bislang bestritten.

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben bereits ein Dutzend Drohnen vom iranischen Typ Shahed abgeschossen. Nachdem ein Mensch bei einem Drohnen-Angriff gegen Odessa Ende September getötet worden war, entzog die Ukraine zudem dem russischen Botschafter in Kiew die Akkreditierung.