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Sie wollen mit gebrauchten Auto-Akkus Millionen machen

·Lesedauer: 2 Min.
Cesar Prados, Sebastiaan Wolzak und Patrick Peter geben E-Auto-Akkus eine zweite Chance. 2019 haben sie dafür Circunomics gegründet
Cesar Prados, Sebastiaan Wolzak und Patrick Peter geben E-Auto-Akkus eine zweite Chance. 2019 haben sie dafür Circunomics gegründet

Wenn Akkus im E-Auto ausgedient haben, sind sie alles andere als schrottreif. Sie können nicht nur für Energiespeicher zuhause verwendet werden, sondern enthalten auch recycelbare Rohstoffe für neue Batterien. Ein Frankfurter Startup hat dafür einen Marktplatz aufgebaut. Dort handeln Autohersteller und Verwertungsfirmen mit gebrauchten Akkus.

Das Problem: Bei gebrauchten Akkus ist zunächst nicht bekannt, in welchem Zustand sich der Energiespeicher befindet. Zudem müssen Herkunft und Wertigkeit der verbauten Rohstoffe geklärt werden. Prüfverfahren sind kostenintensiv. „Bisher ist das meistens ein manueller Prozess, der nicht skalierbar ist. Wir automatisieren diesen Vorgang“, sagt Gründer Patrick Peter.

Die Idee: Um den Zustand und Wert einer Batterie zu analysieren, greift das Startup auf Informationen von den Autoherstellern, Ladestationsbetreibern und Zulieferern zu. Auf Grundlage dessen werden digitale Zwillinge – sogenannte „Circular Twins“ – von den Batterien erstellt.

„Die Autohersteller sind verpflichtet, die Batterien zu recyclen. Sie haben aber auch einen Anreiz das zu tun: Denn Batterien sind kein Abfall mehr, sondern ein Wertgegenstand“, sagt Peter. Außerdem könnten Unternehmen dadurch ihren CO2-Fußabdruck reduzieren. Nach Einschätzung von Peter sogar um die Hälfte. Das 2019 gegründete Unternehmen verdient in zweifacher Hinsicht daran.

So verdient Circunomics Geld mit Akkus

Einerseits bekommt Circunomics Geld von den Autoherstellern, wenn sie einen digitalen Zwilling von der Batterie anfertigen. Das soll den Herstellern dabei helfen, im Blick zu behalten, was ihre Akkus noch Wert sind.

Im ersten Halbjahr habe das Startup nach eigenen Angaben rund 2.000 Akku-Packs gehandelt. Das sind ungefähr 125.000 Kilowatt-Stunden. Für jede Kilowattstunde berechnet das Unternehmen den Kunden einen niedrigen, einstelligen Euro-Betrag für die Digitalisierung. Bis 2025 will das Startup 1,2 Millionen Akkus vermitteln.

Das Startup stellt sie außerdem zur Zweitverwertung auf die Plattform. So verdient das Startup über eine Provision mit, wenn ein Akku den Besitzer wechselt.

Zwei Millionen in der Seed-Runde

Derzeit unterstützt das zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter große Startup die Akku-Rückrufaktion eines asiatischen Autoherstellers. Auch ein großer deutscher Hersteller soll unter den Kunden sein. Die Namen möchte Peter aus vertraglichen Gründen nicht nennen. Der Service wird seit Anfang dieses Jahres angeboten. Anderthalb Jahre habe die Entwicklung des Produkts gedauert.

Insgesamt haben die Frankfurter rund zwei Millionen Euro von Investoren eingesammelt. Das Geld kommt unter anderem von Peter Mertens, Ex-Audi- und Volvo-Vorstand, The Blue Minds Company in Wien, Kalodion aus Berlin, der Hüsges-Gruppe in Willich und dem Next Mobility Labs aus Mainz. Zuletzt ist noch der Corporate TES in der erweiterten Seed-Runde eingestiegen. Das international agierende Unternehmen kümmert sich unter anderem um das Recycling-Management von Elektronik und IT-Produkten.

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