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Wollen DHDL-Investment für Hundesnacks – was hinter dem Startup Hunderunde steckt

Die beiden Gründer Fabio Lehnert (links) und Luis Kesten.  - Copyright: Privat
Die beiden Gründer Fabio Lehnert (links) und Luis Kesten. - Copyright: Privat

Fabio Lehnert und Luis Kesten hatten 2.000 Euro auf dem Konto – und zwei Möglichkeiten. Entweder: Nach Ende des Studiums Reisen. Dafür war das Geld eigentlich auch gedacht. Oder aber: Gründen. Sie entschieden sich für Letzteres.

Gereist war Kesten vorher schon, nach Asien. Dort habe es ihn beschäftigt, wie mies es Straßenhunden dort ging. Zurück in Deutschland informierten sich er und Lehnert über die Situation in Europa, flogen nach Rumänien und kamen mit der Frage zurück: „Was können wir tun?“ Eigentlich hätte es da noch eine dritte Möglichkeit für die 2.000 Euro gegeben, wie Lehnert sagt: das Geld zu spenden. Sie wollten aber langfristig helfen. „Uns hat der Gedanke nicht losgelassen, unser Wirtschaftssystem zu nutzen, um größtmöglichen Impact zu haben“, sagt der Gründer. Und deshalb gründeten die beiden ein Social-Business für Hunde.

Das Produkt von Hunderunde

Im Mai 2020 nahmen sie also die 2.000 Euro als Startkapital und starteten Hunderunde. In „Die Höhle der Löwen“ stellen die beiden Gründer vegane Hundeleckerlies vor, die sie entwickelt haben, die "Hundehappen". Die Snacks gibt es in drei verschiedenen Sorten: eine für morgens, mittags und abends.

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Die Idee dafür stammt aus der Social-Media-Community des Startups. Denn: Zum Geschäftsmodell von Hunderunde gehört die Finanzierung von Spendenprojekten, das Hauptprodukt des Startups waren aber Armbänder mit Perlen aus Naturstein für Hundebesitzer, ein Produkt, das man nicht regelmäßig kauft. „Wir haben Nachrichten über Social Media erhalten, dass wir doch Snacks machen sollen, damit die Leute uns besser unterstützen können“, sagt Lehnert.

Acht bis neun Monate hätten sie für die Entwicklung gebraucht. Dafür arbeiten sie mit Ernährungsberatern für Hunde und Produktentwicklern zusammen. Tipps bekamen die Gründer auch von Kestens Mutter, die Tierärztin ist. Die größte Herausforderung? Einen Hersteller in Deutschland zu finden, der in kleinen Mengen produziert. Nach zwei bis drei Monaten wurden Lehnert und Kesten in Norddeutschland fündig. Bei der ersten Produktion der Hundehappen seien sie vor Ort gewesen, hätten die Snacks selbst zusammengemischt.

Probieren konnten die Gründer allerdings nicht, sie sind ja schließlich nicht die Zielgruppe. Wie das bei Tierfutter funktioniert? „Wir haben Akzeptanztests gemacht“, sagt Lehnert. „Unser Hersteller hat dafür extra kleine Mengen produziert.“ Über Social Media suchten sie nach Hundebesitzern, deren Hunde die Happen testeten. Im Gegenzug bekamen sie Antworten über Konsistenz, Geruch, Geschmack und Videos von Hunden, die ihre Snacks probierten. So bekamen die Gründer gratis Content. Zweifacher Gewinn für die Gründer. Gelauncht haben Lehnert und Kesten die Produkte dann, als sie ein Akzeptanzniveau von 75 Prozent hatten, heißt mehr als sieben von zehn Hunden, haben die Snacks angenommen. „Für veganes Hundefutter ist das wirklich sehr, sehr gut“, sagt Lehnert.

Ohne Erfahrung gegründet

Lehnert und Kesten waren bei der Gründung Anfang 20, sind in Köln-Bonn zur Uni gegangen. Lehnert studierte Sportökonomie, Kesten Markenkommunikation. Die beiden kennen sich aus Kindertagen, haben im gleichen Verein Fußball gespielt. Ahnung von Unternehmertum hatten sie nicht, sagt Lehnert. Von Markenaufbau allerdings schon.

Von Anfang an setzten die Gründer auf Social Media. „Wenn wir eine Marke aufbauen, dann müssen wir uns als Person zeigen, weil Menschen folgen Menschen. Das war uns von Anfang an klar. Deswegen haben wir von Beginn an unsere Gründerreise geteilt.“

Ihr erstes Produkt? Armbänder für Hundebesitzer aus Naturstein, passend zur Hunderasse und Fellfarbe. Die ersten Armbänder gab es für Labrador, Schäferhund und Pudel. Wieso gerade die drei? „Da war null Strategie dahinter. Das waren die ersten drei, die uns eingefallen sind. Im Nachhinein, denke ich, hätten wir schauen können, welches die beliebtesten Hunderassen sind. Danach haben wir fast jeden Monat ein neues Armband rausgebracht.“ In „Die Höhle der Löwen“ hoffen sie nun auf ein Investment.