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Vorsatz sparen in 2021: Mit diesen Tipps funktioniert es wirklich

Sandra Alter
·Freiberufliche Journalistin
·Lesedauer: 4 Min.

Wer Geld sparen und anlegen möchte, sieht sich schnell einem unüberschaubaren Angebot gegenüber. Damit es mit dem Vermögensaufbau wirklich klappt, sollten Sie einige Tipps beherzigen.

Piggy bank with graph going up
(Bild: Getty Images)

Ob für den nächsten Urlaub, ein Auto oder Eigenheim – Gründe zu sparen gibt es viele. Doch auf der Suche nach geeigneten Anlageformen, fällt es oft schwer, den Überblick zu behalten. Unverständliche Produktinformationen und Klauseln im Kleingedruckten verunsichern so manchen. Außerdem ist es wichtig, dass die Sparform individuell auf die Wünsche und Möglichkeiten Einzelner zugeschnitten ist.

Sparpotenzial überprüfen

Wenn Ihr Konto am Monatsende oft am Limit ist oder sogar hin und wieder in den Dispo rutscht, ist das noch kein Grund, kein Geld sparen zu können. Meist liegt das daran, dass man seine Finanzen nicht richtig im Blick hat. Bevor Sie überhaupt mit dem Sparen anfangen, ist es wichtig, dass sie sich einen genauen Überblick verschaffen. Und das ist kein Hexenwerk.

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Wer seine Ausgaben auflistet, erkennt schnell, was im Monat zum Sparen wirklich übrig bleibt. Das geht am besten schwarz auf weiß mit einem Haushaltsbuch oder einer entsprechenden App fürs Handy. So lässt sich schnell erkennen, welche Ausgaben unnötig waren und auf was man eventuell verzichten könnte, beziehungsweise wo sich noch etwas herausholen lässt.

Oft ist es lohnenswert, etwa den Stromanbieter zu wechseln, nach günstigeren Versicherungen zu schauen oder einen billigeren Handy-Vertrag abzuschließen.

Spontankäufe erfolgreich vermeiden

„Das muss ich haben“ – wer sich oft zu Spontankäufen hinreißen lässt, gibt viel Geld aus. Denn meist stellt sich die Anschaffung im Nachhinein als unnötig heraus. Eine einfache Regel kann helfen Spontankäufe zu vermeiden: Setzen Sie sich eine Grenze, etwa 50 Euro, und nehmen Sie sich vor, mindestens (!) eine Nacht über eine Anschaffung zu schlafen, wenn der festgelegte Betrag überschritten wird. Das funktioniert wirklich und spart eine Menge Geld!

Kein Sparen auf Kredit

„Prüfen Sie, ob Sie wirklich Geld fürs Sparen übrig haben. Wenn Sie mit Ihrem ,Dispo‘ regelmäßig im Minus sind, ist das nicht der Fall. Da Kreditzinsen grundsätzlich höher sind als Sparzinsen, sollten Sie zunächst alles daransetzen, zuverlässig im Plus zu bleiben“, rät die Verbraucherzentrale Hamburg. Deshalb sei es auch wichtig, immer erst Kredite zu tilgen und danach mit dem Sparen anzufangen.

Laufzeiten beachten

Bei der Auswahl eines Sparvertrags ist es wichtig, auf die Laufzeiten zu achten. Überlegen Sie genau, wann Sie Ihr Geld benötigen und planen Sie auch unvorhergesehene Ausgaben mit ein, etwa dass die Waschmaschine oder das Auto kaputt gehen könnte.

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Selbst denen, die langfristig für die Altersvorsorge etwas zurücklegen wollen raten die Finanzexperten der Verbraucherzentrale: „Sparen Sie in Etappen, indem Sie fällige Auszahlungen erneut anlegen. Verzichten Sie auf Anlageformen, bei denen Ihr Geld über Jahrzehnte festgebunden ist.“

Kosten gegenrechnen

Bei der Auswahl eines Sparprodukts sollten Sie auch immer die Kosten im Blick behalten. In vielen Fällen verlangen Anbieter Kontoführungsgebühren, Depotkosten, Ausgabeaufschläge, Verwaltungskosten oder Provisionen. Damit das die Rendite nicht zu sehr schmälert ist es wichtig, zu vergleichen. „Achtung, manche Kosten werden nicht offengelegt. Also sollten Sie ausdrücklich danach fragen!“, warnen die Experten.

Top view on a student with bunch of overdue bills
Seine Kosten stets im Überblick zu behalten ist immer sinnvoll - auch bei Anlagen (Symbolbild: Getty Images)

Sparen ohne Risiko

Alle, die kein Risiko eingehen möchten, sind mit klassischen Sparformen gut bedient. Tages- oder Festgeld, Sparbuch, Sparbrief oder Banksparpläne werfen zwar wenig Rendite ab, aber das Geld ist sicher. Zudem sind Zinserträge bis zu 801 Euro steuerfrei, bei zusammen veranlagten Ehepaaren bis zu 1.602 Euro.

Sparen für Fortgeschrittene

Wer schon etwas Vermögen zusammengetragen hat und das Risiko nicht scheut, kann in Aktienfonds sparen und damit höhere Renditen erzielen. „Empfehlenswert sind Exchange-Traded-Funds (ETFs) – hier sparen Sie Kosten“, so die Verbraucherzentrale. Dabei gilt es zu bedenken: Je höher die versprochenen Renditen, desto größer das Verlustrisiko. Also Vorsicht, wenn Traumrenditen versprochen werden!

Für die Entscheidungsfindung steht hier ein kostenfreier Renditerechner bereit.

Bausparen bringt nichts

Allen die Geld für den Kauf von Immobilien sparen möchten, raten die Experten zu den risikofreien Sparformen (Festgeld, Sparbrief etc.), um das Geld zum einen sicher anzulegen und andererseits den Anlagezeitraum so wählen zu können, dass das Geld verfügbar ist, wenn es gebraucht wird.

Von Bausparverträgen raten sie gänzlich ab: „Bausparverträge sind keine guten Sparverträge. Der Zinsertrag ist mager und liegt bei 0,1 bis 0,25 Prozent, wenn Sie heute einen Vertrag abschließen. Außerdem fallen noch Abschlusskosten in Höhe von 1 bis manchmal sogar 3 Prozent der Bausparsumme an. Es gibt also weitaus bessere Möglichkeiten, Ihr Geld gewinnbringend anzulegen.“

Fazit: Um erfolgreich zu sparen, müssen Sie kein Finanzexperte sein. Wichtig ist es nur, einen guten Plan zu haben und Kardinalfehler zu vermeiden.

Weitere Informationen zum Thema Sparen finden Sie hier auf den Seiten der Verbraucherzentrale Hamburg.

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