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Die verunsicherte Gen Z: Was Studierende und Berufseinsteiger sich jetzt am meisten von Arbeitgebern wünschen

·Lesedauer: 3 Min.

Menschen in ihren Zwanzigern, so lautet ein gängiges Klischee, seien risikofreudig, mutig und legten großen Wert darauf, neue Dinge auszuprobieren. Doch stimmt das wirklich?

Nicht so ganz. Das Gefühl, dass junge Menschen eher sicherheitsliebend als wagemutig sind, schleicht sich zumindest ein, wenn man einen Blick in die neue Umfrage von JobTeaser wirft – einer Recruiting- und Orientierungsplattform für europäische Studierende und Hochschulabsolventinnen. Rund 3.000 solcher jungen (angehenden) Akademikerinnen und Akademiker hat bei JobTeaser dazu befragt, mit welchem Gefühl im Bauch sie aktuell auf ihre berufliche Zukunft blicken und was ihnen bei potenziellen Arbeitgebern wichtig ist. Einsehen kann man die Ergebnisse hier.

Angst vor der beruflichen Zukunft

Ein zentrales Ergebnis: Große Teile der Gen Z sind im Hinblick auf ihre anstehende Karriere verunsichert. Sie wünschen sich von ihrem Job in erster Linie Stabilität und Orientierung. Zu erkennen ist das an einer Reihe von Tendenzen, die sich in ihren Antworten widerspiegeln.

So gaben im Durchschnitt mehr als vier von fünf Studierenden (84 Prozent) an, aktuell keinen klaren Weg für ihre berufliche Zukunft vor Augen zu haben. Im Vergleich zu dem Ergebnis vom September 2020, als JobTeaser bereits eine ähnliche Umfrage durchgeführt hatte, ist diese Zahl um 20 Prozentpunkte gestiegen. Besonders fürchten sich die Befragten davor, dass nicht genügend passende Stellen verfügbar sind. Noch im Frühling dieses Jahres hatte eine andere Sorge dominiert: die vor sozialer Isolation.

Und es sind nicht nur Studierende, die mit Sorge auf ihre zukünftige Karriere blicken – auch diejenigen, die ihren Uniabschluss bereits in der Tasche haben, sind alles andere als entspannt. 91 Prozent der Absolventinnen und Absolventen, die derzeit nach einem passenden Job suchen, machen sich Sorgen, wenn sie über ihren beruflichen Lebensweg nachdenken. Sogar die jungen Menschen, die den Berufseinstieg schon hinter sich haben und erwerbstätig sind, machen sich der Umfrage zufolge oft Sorgen um ihre berufliche Zukunft: 43 Prozent von ihnen gaben das an.

Work-Life-Balance ist eines der Top-Kriterien für die Gen Z

„Das sind wirklich alarmierende Zahlen. Die junge Generation braucht jetzt Stabilität und Orientierung für einen Berufseinstieg ohne Realitätsschock”, sagt dazu Svenja Rausch, Kommunikations- und Marketingchefin bei JobTeaser. Besonders auffällig findet sie in diesem Zusammenhang einen anderen Aspekt der Umfrage: nämlich die Wünsche, die junge Menschen an ihre (potenziellen) Arbeitgeber formulieren – Wünsche, die offenbar aus ihren Unsicherheiten und Ängsten hervorgehen.

Auf Platz eins und zwei der wichtigsten Kriterien in einem potenziellen Job liegen bei der Gen Z die Faktoren Arbeitsbedingungen (74 Prozent) und Work-Life-Balance (60 Prozent). Dazu scheint auch die Möglichkeit zu gehören, mobil zu arbeiten: Nur gerade einmal 16 Prozent der 3.000 Befragten können sich noch vorstellen, überwiegend oder ausschließlich im Büro zu arbeiten.

Was die Wünsche der Gen Z fürs Recruiting bedeuten

„Es ist wichtig zu realisieren, dass die Pandemie unser Verständnis vom Normalzustand verändert hat. Das gilt umso mehr für die Gen Z, in der viele vor der Pandemie noch keine Arbeitserfahrungen gesammelt haben“, betont Svenja Rausch von JobTeaser. Sowohl in der Uni als auch im Job sei die Zukunft hybrid. Junge Menschen, sagt sie, wollen schon beim Einstieg in den Job sicher sein, dass ihnen flexibles Arbeiten gewährt wird.

Daraus, findet Rausch, sollten auch Unternehmen ihre Konsequenzen ziehen: "Als Arbeitgeber gilt es, im Recruiting ein klares und realistisches Bild der eigenen Firma, der Unternehmenskultur, des Arbeitsumfeldes und der erforderlichen Fähigkeiten zu zeichnen", sagt Rausch. Gelingt es, ein solches Bild zu transportieren, werden es Personalerinnen und Personalern eher schaffen, Bewerberinnen und Bewerbern aus der Gen Z ihre Besorgnis zu nehmen – und junge, qualifizierte Arbeitskräfte an ihr Unternehmen zu binden.

jb

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