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Kostet diese Schwäche Frankfurt am Ende Europa?

Christopher Michel
·Lesedauer: 3 Min.

Heimspiele von Eintracht Frankfurt ähneln sich in dieser Saison in den ersten 45 Minuten: Kaum Torschüsse, wenig Bewegung, viele Fehler, keine Druckphase.

Auch beim 1:1 gegen Werder Bremen präsentierten sich die Hessen im ersten Durchgang behäbig und ideenlos, erst nach dem Pausenpfiff wurden sie wacher. Schon in den Partien gegen Arminia Bielefeld (1:1) und die TSG Hoffenheim (2:1) stand zur Pause nach ähnlichen Spielverläufen die Null auf der Habenseite.

Die Eintracht patzt zu häufig im eigenen Stadion!

So wurden gegen nominell durchaus schlagbare Gegner im eigenen Stadion bereits vier Zähler liegen gelassen. Ein weiterer Makel neben dieser Schlafmützigkeit: Die ambitionierte Elf von Trainer Adi Hütter lag auch in jedem dieser Heimspiele mit 0:1 zurück (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker).

Das Team benötigt zu viel Zeit, in die Partien zu finden, die Gegner können das Tempo komplett rausnehmen. Nicht immer lassen sich Rückstände komplett drehen (SERVICE: Die Tabelle der Bundesliga).

Der CHECK24 Doppelpass mit Peter Peters und Markus Krösche am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Erst im zweiten Durchgang gegen Bremen wurde die Eintracht wieder stärker, als sie mit dem Rücken zur Wand stand. Vor allem die Joker Aymen Barkok und Amin Younes belebten die Partie.

Es war nicht zufällig eine Balleroberung von Barkok, die den Ausgleich eingeleitet hat, Daichi Kamada fand André Silva, der sein viertes Saisontor erzielte. "Meine größte Qualität ist, dass ich viele Tore schießen und Chancen kreieren kann", sagte er der Portugiese kürzlich im Gespräch mit SPORT1. Er ließ seinen Worten Taten folgen (SERVICE: Der Spielplan der Bundesliga).

Silva und starke Joker reichen nicht

Doch das ist für ein Team, das nach Europa will und sich selbst das Potenzial für die Champions League bescheinigt, zu wenig. Trotz zahlreicher Hereingaben und engagierter zweiten Halbzeit fehlten gegen Werder der letzte Punch und die Anzahl an Topchancen.

"Ich bin sauer! Wir wollten zwei Punkte mehr auf dem Konto haben", sagte der nach seiner Einwechslung starke Barkok. Younes bedauerte: "Seit ich da bin, haben wir noch keine Partie gewonnen. Uns hat immer wieder der letzte Schritt gefehlt."

Und genau das sind die Kleinigkeiten, die aktuell für eine Platzierung im oberen Drittel fehlen. So spielt die Eintracht seit Monaten schon nicht mehr zu null, letztmals gelang dies in der Bundesliga in der Vorsaison im Nachholspiel - ausgerechnet in Bremen (3:0). Seitdem setzte es in jeder der elf Partien mindestens ein Gegentor.

"Man kann natürlich auch mal mit neun Spielern am Sechzehner stehen und tief verteidigen. Das ist aber nicht gerade mein Style", erklärte Hütter. Dennoch sind zehn Gegentore sind zu viel, wenn die Mannschaft tatsächlich die Top 4 ins Visier nehmen möchte.

Gegner agieren in Frankfurt sehr defensiv

Die Eintracht, und das wurde auch gegen Bremen deutlich, wird von den Gegnern inzwischen anders wahrgenommen. Trainer Florian Kohfeldt betonte die Zielsetzung der Frankfurter, die offensiv nach Europa streben.

Dementsprechend tief steht die Konkurrenz teilweise mit "Fünfer- oder Sechserkette", wie Hütter festgestellt hat. Fraglich, weshalb der Coach dann so lange mit Einwechslungen von Eins-gegen-Eins-Spielern wie Barkok und Younes gewartet hat.

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Eintracht wartet seit drei Partien auf einen Sieg

Es lässt sich festhalten: Nach neun Zählern aus sechs Partien fehlt noch die nötige Konstanz auf dem Weg nach oben. Seit drei Partien wartet das Team nun auf einen Sieg, die Unentschieden gegen Bielefeld und Bremen sind zu wenig.

Zudem wählte Hütter möglicherweise in der Startaufstellung einen zu vorsichtigen Ansatz. Die Korrekturen griffen zwar, doch solche Kraftakte führen nicht immer zu den erhofften drei Punkten. Es ist neben diesen Faktoren vor allem die Schlafmützigkeit in Heimspielen, die so am Ende Europa kosten könnte.