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Ein US-Notfallarzt erklärt, warum Omikron trotz mildem Verlauf gefährlich sein kann

·Lesedauer: 3 Min.
Ein Notfallmediziner legt eine FFP2-Maske an im Schockraum der Notaufnahme im Krankenhaus. (Symbolbild)
Ein Notfallmediziner legt eine FFP2-Maske an im Schockraum der Notaufnahme im Krankenhaus. (Symbolbild)

"Menschen mit Omikron ringen nicht so sehr nach Luft wie Menschen mit anderen Varianten, aber sie werden auf eine andere Art und Weise wirklich krank" – es ist nur eine Erkenntnis, von der der New Yorker Notfallmediziner Craig Spencer nach einer Schicht mit Omikron-Patienten im Krankenhaus erzählt. 

Auf Twitter hat der führende Arzt, der auch als außerordentlicher Professor für Notfallmedizin am Columbia University Medical Center arbeitet, aufgeschrieben, wie sich die neue Omikron-Variante auf den Verlauf bei Patienten auswirkt, aber auch welche neuen Herausforderungen sie für die Arbeit im Krankenhaus birgt. 

Omikron ist vor allem für Patienten mit anderen Erkrankungen gefährlich

Während der ersten Welle sei COVID das Einzige gewesen, was sie in den Notaufnahmen gesehen hätten, schreibt Spencer. Inzwischen gebe es zwar abermals eine Rekordzahl an COVID-Fällen im Krankenhaus, aber die Notaufnahmen seien mindestens genauso voll von Patienten mit anderen Krankheiten.

Dabei sieht der Notfallarzt in der Omikron-Variante vor allem einen großen Vorteil: Im Gegensatz zur ersten Welle im März 2020 würden weniger Patienten "nach Luft ringen" und Sauerstoff benötigen. Zeitgleich bringe die neue Variante des Corona-Virus eine andere Gefahr mit sich: Omikron verschlimmere bereits bestehende Grunderkrankungen, so schreibt es Spencer. Zum Beispiel könnte es bei Menschen mit Diabetes eine lebensbedrohliche Erkrankung, die sogenannte diabetische Ketoazidose, auslösen. 

"Ein weiterer Unterschied zur Situation im Krankenhaus am Anfang der Pandemie besteht darin, dass diese COVID-Fälle oft in Betten neben Patienten liegen, die alles getan haben, um das Virus zu vermeiden, und für die eine Infektion dramatische Folgen haben kann", erklärt Spencer hinzu. "Der Krebspatient unter Chemotherapie. Diejenigen, deren Immunsystem geschwächt ist oder die an etwas anderem schwer erkrankt sind." Auch für ältere Menschen könne die Ansteckung mit Omikron fatale Folgen haben, so Spencer. Einige würden zu schwach werden, um das Bett zu verlassen, könnten nicht mehr laufen und das Krankenhaus verlassen.

Die Symptome von Omikron können je nach Impfstatus variieren

Noch ist unklar, ob Omikron andere Symptome verursacht als vorherige Varianten oder ob eine Immunität aufgrund früherer Infektionen oder Impfungen verhindert, dass sich die Krankheit verschlimmert. Notfallarzt Spencer schrieb dazu auf Twitter, dass die meisten Patienten mit den schwersten COVID-19-Verläufen nicht geimpft gewesen seien. "Wenn Sie noch nicht geimpft oder aufgefrischt worden sind, ist es jetzt wirklich an der Zeit. Es macht einen Unterschied", so Spencer.

An anderer Stelle erklärte Mucio Kit Delgado, Assistenzprofessor für Notfallmedizin in der Notaufnahme des Penn Presbyterian Medical Center, am Montag auf Twitter, dass er ein "auffallend konsistentes Muster" bei den Symptomen in Abhängigkeit vom Impfstatus festgestellt habe. Delgado sagte, er habe "kaum jemanden gesehen, der eine Auffrischungsimpfung erhalten hatte, denn wenn sie sich mit COVID-19 angesteckt haben, geht es ihnen wahrscheinlich zu Hause gut oder sie haben normale Erkältungs-/Grippesymptome".

Bei Menschen, die zwar geimpft, aber nicht aufgefrischt waren, habe er festgestellt, dass viele Patienten "ausgelaugt, dehydriert und fiebrig" waren. Delgado schrieb, dass Menschen, die älter als 55 Jahre gewesen seien oder andere medizinische Probleme gehabt hätten, oft über Nacht zur intravenösen Flüssigkeitszufuhr und "unterstützenden Pflege" eingewiesen worden seien. In der Regel hätten sie aber innerhalb von ein oder zwei Tagen wieder nach Hause gehen können.

Dieser Text wurde von Joana Lehner aus dem Englischen übersetzt. Den Originaltext findet ihr hier.

Im Video: WHO warnt vor Omikron-"Tsunami": Welle schwappt bis nach Norwegen

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