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US-Flugaufsicht ordnet Inspektionen von Boeing 787 „Dreamliner“ an

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Es bestehe laut Flugaufsicht die Gefahr von Schäden an Dekompressionspaneelen. Boeing gibt unterdessen den Abschied von zwei Verwaltungsräten bekannt.

Der US-Flugzeugriese Boeing gerät erneut wegen möglicher Produktionsmängel beim Langstreckenjet 787
Der US-Flugzeugriese Boeing gerät erneut wegen möglicher Produktionsmängel beim Langstreckenjet 787

Der US-Flugzeugriese Boeing gerät erneut wegen möglicher Produktionsmängel beim Langstreckenjet 787 „Dreamliner“ unter Druck. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA ordnete am Mittwoch Inspektionen von rund 222 Maschinen an, weil die Gefahr von Schäden an sogenannten Dekompressionspaneelen zur Abtrennung des Passagierbereiches bestehe. Der Defekt könnte der Behörde zufolge fatale Folgen haben, etwa wenn Luftfracht Feuer fängt.

Eine Stellungnahme von Boeing lag zunächst nicht vor. Der Airbus-Rivale hat schon länger mit Problemen beim „Dreamliner“ zu kämpfen, die die Auslieferungen des wichtigen Modells ausbremsen. Der Konzern ist ohnehin schon stark angeschlagen von den Folgen der Coronakrise und des Debakels um seine bestverkaufte Baureihe 737 Max, die nach zwei Abstürzen mit insgesamt 346 Toten mehr als anderthalb Jahre lang weltweit mit Flugverboten belegt war.

Beim Boeing scheiden unterdessen zwei Mitglieder des Verwaltungsrates aus. Susan Schwab und Arthur Collins stünden bei der Aktionärsversammlung im April nicht zur Wiederwahl, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Collins ist Vorsitzender eines Komitees, das die Vergütung von Führungskräften festlegt.

Aktionäre hatten Boeing wegen der Probleme mit den Flugzeugtyp 737 Max verklagt. Die Aktionärsklage wirft der Boeing-Führung Versäumnisse bei der Entwicklung der 737 Max vor. In der Klageschrift werden auch Manager und Verwaltungsratsmitglieder genannt.