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Umfrage unter Dax-30-Konzernen: So stehen Allianz, Henkel, BASF und Co. zur Impfprämie für Mitarbeiter

·Lesedauer: 3 Min.
Eine Arzthelferin mit Corona-Impfstoff (Symbolfoto)
Eine Arzthelferin mit Corona-Impfstoff (Symbolfoto)

Die Impfkampagne in Deutschland stockt. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger hat deshalb im Gespräch mit der "Wirtschaftswoche" eine Geldprämie angeregt, um das Impftempo zu beschleunigen. Das sei allerdings Aufgabe des Staates, nicht der Unternehmen. Dabei gibt es, wie die "Wirtschaftswoche" berichtet, vereinzelt auch Mittelständler in Deutschland, die ihren Beschäftigten eine Prämie zahlen. So zahlt der Essighersteller Speyer & Grund allen Mitarbeitern, die sich bis Ende September doppelt haben impfen lassen, einen Bonus von 200 Euro. Auch das Familienunternehmen Beckhoff Automation, ein Hersteller von Automatisierungstechnik mit Sitz im ostwestfälischen Verl, zahlt Mitarbeitern eine Impfprämie von 150 Euro. Der Mittelständler Pro-Micron, eine Firma für digitale Sensorsysteme in Kaufbeuren, will einmalig 250 Euro zahlen und bei Edeka Nord können geimpfte Mitarbeiter einen Einkaufsgutschein im Wert von 50 Euro erhalten.

Wir wollten deshalb wissen, wie es um das Thema bei den großen Konzernen in Deutschland steht. Also haben wir eine Umfrage unter den 30 Dax-Unternehmen gemacht. Wir wollten wissen, ob die Unternehmen eine Impfprämie oder andere Anreize planen - und falls nein, warum nicht.

19 von 30 befragten Unternehmen haben uns geantwortet. Dazu zählen: RWE, Adidas, Munich Re, Vonovia, Siemens, Siemens Energy, Allianz, SAP, MTU Aero Engines, Henkel, Eon, BASF, Continental, Deutsche Wohnen, Merck, Infineon, Fresenius, Fresenius Medical Care und die Deutsche Bank.

Keine Impfprämien geplant

Das Ergebnis ist eindeutig: Keiner der Dax-Konzerne plant derzeit die Einführung einer Impfprämie. Die Begründungen klingen weitestgehend ähnlich. Im vielen Fällen geht die Argumentation so: Die Unternehmen würden die Impfkampagne unterstützen und hätten Angebote über die Betriebsärzte gemacht, die auch gut angenommen worden seien. Man informiere ausführlich und appelliere weiterhin an die Beschäftigten, sich impfen zu lassen – zum eigenen, aber auch zum Schutz der Kolleginnen und Kollegen. Jedoch sei eine Impfung freiwillig.

So teilte etwa ein Sprecher von RWE mit, das Unternehmen unterstütze "die Impfkampagne aus voller Überzeugung". Gerade toure drei Wochen lang ein "RWE-Impfbus" durch die Standorte, um ohne Termine Impfungen anzubieten.

Die Allianz Deutschland setzt "weiterhin auf den verantwortungsvollen Umgang unserer Kolleginnen und Kollegen". In drei Betriebsmonaten hätten sich 16.000 Menschen in den Impfzentren der Allianz impfen lassen. Das Angebot sei "sehr rege genutzt" worden.

"Eine freiwillige Entscheidung"

Eine Sprecherin von Henkel teilte mit: "Wir glauben, dass der Weg aus der Krise nur möglich ist, wenn möglichst viele Menschen durch Impfungen geschützt sind." Eine Corona-Impfung sei jedoch eine freiwillige Entscheidung. Man setze auf Aufklärung und Kommunikation und empfehle den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die "Impfung als wichtige Maßnahme, um sich und andere zu schützen".

Der Energiekonzern Eon motiviere "auch durch persönliche Ansprache von Führungskräften und Betriebsräten", sich intensiv mit dem Thema Impfen auseinanderzusetzen. Das Unternehmen gehe von einer hohen Impfbereitschaft aus. Eine freiwillige und anonyme Umfrage an einem Standort habe gezeigt, "dass mehr als 90 Prozent der Mitarbeitenden bereits einmal geimpft sind, zweimal sind es sogar schon rund 85 Prozent". Bei BASF geht man von einer Impfquote von rund 75 bis 80 Prozent aus.

"Vor der Kantine bequem und ohne Voranmeldung impfen lassen"

Das Pharmaunternehmen Merck bietet seinen Mitarbeitenden in Deutschland weiterhin kostenlose Covid-19-Impfungen an. Am Standort Darmstadt gibt es zudem einen Impfbus, "in dem sich Mitarbeitende vor der Kantine bequem und ohne Voranmeldung impfen lassen können".

Für Fresenius und Fresenius Medical Care ist ein wesentlicher Schlüssel zu einer möglichst hohen Impfquote ein hohes Maß an Information und Aufklärung. Das Unternehmen stelle umfangreiche Informationen bereit. Auch gebe es verschiedene Aktionen, bei denen etwa bereits geimpfte Beschäftigte ihre Kolleginnen und Kollegen für das Impfen sensibilisieren. Jedoch bleibe die Schutzimpfung eine persönliche Entscheidung, daher drohten "weder Sanktionen bei Nichtimpfung, noch werden besondere Anreize für die Impfung geschaffen".

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