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Tillman Schulz: Dieser 33-Jährige soll der neue DHDL-Investor werden

Tillman Schulz ist Familienunternehmer und führt einen großen Handelskonzern. - Copyright: Smartmockups / Screenshot
Tillman Schulz ist Familienunternehmer und führt einen großen Handelskonzern. - Copyright: Smartmockups / Screenshot

Tillman wer? Von dem Mann, der das neue Gesicht in der TV-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ werden soll, hat bislang wohl kaum jemand etwas gehört. Auch in der Startup-Szene ist Tillman Schulz (33) ein bislang unbeschriebenes Blatt. Das könnte sich ab kommendem Jahr ändern.

Voraussichtlich ab März, wenn Vox die 13. Staffel des Erfolgsformats ausstrahlt, soll der Investor in Startups aus der Show investieren. Das berichtete die Bild-Zeitung am Donnerstag. Schulz besetzt demnach einen der zwei Jurorensessel, die jetzt freigeworden sind. Georg Kofler und Nico Rosberg nämlich würden die TV-Show nach mehrjähriger Teilnahme verlassen, heißt es. Zu unsympathisch sei Kofler, zu risikoavers Rosberg, wird spekuliert. Beides, so hofft man offenbar beim Sender, soll Tillman Schulz künftig nicht nachgesagt werden. Doch wer ist der neue DHDL-Investor?

Erst Banklehre, dann Firmengründung

Schulz wurde am 10. September 1989 geboren und lebt in Dortmund. Er entspringt einer Unternehmerfamilie: Sein Großvater Helmut Schulz gründete 1949 unter dem Namen MDS ein Importunternehmen für Fisch aus Skandinavien. Inzwischen führt Tillman Schulz mit seinem Bruder Moritz das Unternehmen in dritter Generation, es umfasst 19 Tochterfirmen und beliefert unter anderem Händler wie Aldi oder Lidl allgemein mit Lebensmitteln. Auch Medizin-, Arzneimittel-, Kosmetik- und Beautyprodukte gehören zum Sortiment. Ihren Jahresumsatz beziffert die MDS-Gruppe auf einen dreistelligen Millionenbetrag.

Schon als Kind habe er sich für die Abläufe in dem Familienunternehmen interessiert, schreibt Schulz auf seiner Homepage: „Mein Lieblingsspielzeug war die Rechenmaschine auf dem Schreibtisch meines Vaters“. Bevor er 2012 in die MDS-Gruppe seiner Eltern einstieg, schloss Schulz 2009 das Abitur ab. Anschließend absolvierte er noch eine Ausbildung zum Bankkaufmann.

In der Lebensmittelfirma seines Großvaters arbeitete Schulz zunächst drei Jahre, ehe er 2015 selbst eine Firma gründete – Motido. Laut Handelsregisterdaten diente das Unternehmen dem Erwerb und der Verwaltung nicht näher beschriebener Beteiligungen. In der Linkedin-Beschreibung des Unternehmens ist von Außenhandel die Rede. 2020 übernahm Schulz im Alter von 30 Jahren dann die Geschäftsführung der gesamten MDS-Firmengruppe.

Ein „Privileg“, wie der Dortmunder selbst sagt: „Denn bei aller Begeisterung für das Business bin ich auch Familienmensch und ein direkter, ehrlicher Dortmunder Jung‘, mit echter Liebe zur Region und dem BVB. Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder. Da es für mich sehr wichtig ist, etwas an die Gesellschaft zurückzugeben, habe ich neben Zahlen auch soziale Ziele im Blick und engagiere mich dafür“, so Schulz auf seiner Homepage.

Noch kein einziges Startup-Investment

Über klassische Startup-Erfahrung verfügt der heute 33-Jährige allerdings nicht. Dennoch plant Schulz Teile seines Vermögens offenbar schon seit Jahren in Gründer zu investieren. So gründete der Unternehmer bereits 2019 mit seinem Bruder die Evenmore Ventures GmbH, eine Venture-Capital-Firma.

Wie Gründerszene vom Analysedienst Startupdetector erfuhr, hat Schulz darüber jedoch bis heute noch kein Investment getätigt. Auch privat lassen sich für den Dortmunder bislang keine Beteiligungen finden. Allenfalls könnte es sein, dass er sich via Wandeldarlehen an Startups beteiligt hat. Entsprechende Deals lassen sich im Handelsregister aber nicht öffentlich nachvollziehen.

Immerhin wissen Tillman Schulz und seine Evenmore Ventures GmbH schon, wie sie Gründerinnen und Gründern konkret helfen wollen. „Wir bieten Services in den Bereichen Einkauf, Vertrieb, Qualitätssicherung, Logistik, Recht und allem, was zu einer erfolgreichen Performance gehört“, heißt in der Selbstbeschreibung der VC-Firma. Unterstützt würden Unternehmen neben Kapital und Know-how außerdem mit einem „Spitzenteam“ und einem „gut funktionierenden“ Netzwerk.

Neuer Erzrivale für Ralf Dümmel?

Übrigens alles genau die Vorzüge, mit denen auch „Die Höhle der Löwen“-Star und Handelsexperte Ralf Dümmel um Gründer wirbt. Wie Schulz ist Dümmel mit seiner DS-Gruppe im Lebensmittel- und Non-Food-Bereich aktiv. Bahnt sich da ein neuer Zweikampf in der TV-Show an? Schulz scheint Konfrontationen jedenfalls nicht zu scheuen. Auf seiner Homepage schreibt er: Er sehe sich als „starker Partner, der unerschütterlich und zielstrebig vorwärts geht und Hindernisse jeder Art aus dem Weg räumen kann“.