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Tesla ist abhängig von China, aber will nicht, dass die Zulieferer alles dort produzieren: Das ist der Grund

Eine Niederlassung von Tesla im niederländischen Amsterdam. - Copyright: John Thys/AFP via Getty Images
Eine Niederlassung von Tesla im niederländischen Amsterdam. - Copyright: John Thys/AFP via Getty Images

Tesla hat seine Zulieferer gebeten, ihre Teile außerhalb Chinas und Taiwans zu produzieren, berichtete Nikkei Asia an diesem Donnerstag.

Der Elektroauto-Riese wolle seine Lieferkette für Märkte außerhalb Chinas diversifizieren, berichtete die Zeitung unter Berufung auf sechs mit der Angelegenheit vertraute Manager aus der Lieferkette. Das Unternehmen hofft, dass seine Anfrage von seinen Zulieferern bereits im nächsten Jahr erfüllt werden kann, so der Bericht.

Die Führungskräfte sagten, Tesla wolle mögliche Unterbrechungen der Lieferkette aufgrund geopolitischer Unsicherheiten vermeiden. Tesla ist nicht der einzige amerikanische Automobilhersteller, der seine Lieferketten erweitern möchte.

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"Wir beliefern mehrere amerikanische Automobilhersteller, und Tesla ist der aggressivste, wenn es darum geht, die Risiken im Zusammenhang mit China und Taiwan zu vermeiden", sagte ein leitender Angestellter eines Elektroniklieferanten gegenüber Nikkei Asia und fügte hinzu, dass ein solcher Schritt schwieriger und teurer wäre.

Dem Bericht zufolge haben General Motors und Ford ähnliche Anfragen an ihre Zulieferer gestellt. Auch wenn sie nicht wie Tesla eine ausdrückliche Vorgabe gemacht haben.

Vertreter von Tesla, General Motors und Ford reagierten nicht sofort auf Anfragen von Business Insider, die außerhalb der üblichen Geschäftszeiten gestellt wurden.

Elon Musks wechselhafte Äußerungen über China

Teslas Manöver in der Lieferkette mag seltsam erscheinen, wenn man bedenkt, wie freundlich sich Teslas CEO Elon Musk gegenüber den chinesischen Behörden bisher verhalten hat. Der umtriebige Milliardär reiste vergangenen Monat überraschend nach China, wo er Premier Li Qiang traf, den zweithöchsten Amtsträger des Landes.

Die Reise erwies sich für Musk als fruchtbar. Denn chinesische Beamte gaben laut Bloomberg ihre grundsätzliche Zustimmung, dass Tesla seine Full Self-Driving (FSD)-Technologie im Land einführen darf – also seine Autopilot-Funktion. Am 7. Mai berichtete die staatliche Zeitung China Daily, dass die Behörden auch Musks Vorschlag, Teslas FSD-Technologie in Chinas Taxidiensten einzusetzen, teilweise unterstützt hätten.

Und die Verbindungen von Tesla nach China sind noch nicht zu Ende. Im vergangenen Monat verriet Musk in einem X-Posting, dass er den geplanten Starttermin des Robotaxis am 8. August unter anderem deshalb gewählt habe, weil "8/8 in China eine Glückszahl" sei.

Dennoch ist sich der Tesla-Chef der Risiken von Geschäften in China durchaus bewusst. Während einer Bilanzpressekonferenz im Januar schlug Musk wegen der Bedrohung durch chinesische Autohersteller wie BYD und Li Auto Alarm.

"Die chinesischen Autofirmen sind die wettbewerbsfähigsten Autofirmen der Welt", erklärte Musk den Investoren. "Wenn keine Handelsschranken errichtet werden, werden sie die meisten anderen Autofirmen der Welt so ziemlich demolieren."

Am 14. Mai erklärte die US-Regierung von Präsident Biden, dass sie plane, einen 100-prozentigen Zoll auf chinesische Elektroautos zu erheben. "Die Erhöhung des Zollsatzes auf Elektrofahrzeuge wird diese Investitionen und Arbeitsplätze vor unfairen chinesischen Importen schützen", so das Weiße Haus in seiner Erklärung.

Musk schien jedoch seine Äußerungen im Januar zurückzunehmen. Am Donnerstag sagte Musk, Tesla habe nicht um die Einführung von Zöllen gebeten. "Tesla konkurriert auf dem chinesischen Markt ganz gut ohne Zölle und ohne Unterstützung durch das Weiße Haus. Im Allgemeinen bin ich dafür, keine Zölle zu erheben", sagte Musk in einem Interview auf der VivaTech-Konferenz in Paris.

Musks wechselhafte Rhetorik in Bezug auf China unterstreicht die Herausforderungen, denen sich Unternehmen gegenübersehen, wenn sie mit den geopolitischen Spannungen zwischen den USA und China umgehen müssen.

"China ist ein sehr wichtiger Markt für die Technologiebranche"

Der Chipriese Nvidia beispielsweise hat hart daran gearbeitet, spezielle Angebote für den chinesischen Markt zu entwickeln, um die geltenden US-Exportbeschränkungen einzuhalten.

Aber selbst das könnte umsonst sein. Und zwar, weil chinesische Beamte einheimische Tech-Giganten wie Alibaba und Baidu aufgefordert haben, stattdessen lokal hergestellte KI-Chips zu kaufen, wie The Information berichtet.

"China ist ein sehr wichtiger Markt für die Technologiebranche", sagte Nvidia-CEO Jensen Huang im Mai 2023 der "Financial Times". "Wenn uns der chinesische Markt weggenommen wird, haben wir keine Möglichkeit, uns dagegen abzusichern. Es gibt kein anderes China, es gibt nur ein China."

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