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Tankrabatt endet in zwei Wochen: Werden die Spritpreise dann wieder steigen?

Bald läuft der Tankrabatt aus. (Symbolbild) - Copyright: picture alliance / Bildagentur-online/Tetra
Bald läuft der Tankrabatt aus. (Symbolbild) - Copyright: picture alliance / Bildagentur-online/Tetra

Am ersten Juni blickte ganz Auto-Deutschland auf die Preisanzeigen der Tankstellen. Die Bundesregierung plante mit dem Tankrabatt, Benzin und Diesel durch eine Absenkung der Energiesteuer deutlich zu vergünstigen. Diesel sollte um rund 17 Cent je Liter und Benzin um 35 Cent billiger werden. Die Tankstellen aber waren nicht verpflichtet, diesen Rabatt an die Kundinnen und Kunden weiterzugeben.

Preise stiegen durch Ukraine-Krieg stark

Doch eine Studie des RWI Leibniz-Institus für Wirtschaftsforschung kam zu dem Ergebnis, dass der Rabatt im Wesentlichen an die Verbraucher weitergegeben worden sei. Jetzt läuft der Tankrabatt wie geplant Ende August aus. Die Sorge: Die Preise könnten wieder steigen.

Luca Schallenberger vor der Tankstelle in Spandau
Luca Schallenberger vor der Tankstelle in Spandau

Zum Hintergrund: Seit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs am 24. Februar stiegen die Preise für Diesel und Benzin stark an und kletterten teilweise deutlich über die Marke von zwei Euro pro Liter. Noch einen Tag vor Ausbruch kostete ein Liter Super 1,80 Euro, der Diesel 1,66 Euro. Derzeit liegen sie bei 1,74 beziehungsweise 1,91 Euro je Liter – mit dem Tankrabatt.

Auto-Club ADAC gibt Entwarnung

Auf Nachfrage von Business Insider gibt der Auto-Club ADAC zunächst Entwarnung. Es sei nicht "zwangsläufig", dass die Spritpreise pünktlich zum 1. September wieder sprunghaft steigen. Die Tankstellen hätten ein natürliches Interesse daran, im August den noch niedrig versteuerten Kraftstoff in ihre Tanks zu füllen. "Damit können sie sich auch über den 1. September hinaus auf dem Markt mit niedrigen Spritpreisen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen oder ihre Margen erhöhen", sagt uns ein Sprecher.

Auch Duraid El Obeid, Chef der Berliner Tankstellen der Marke Sprint, sieht die Situation gelassen. "Ich erwarte keine deutlich höheren Preise in den ersten Tagen", sagt er uns im Gespräch. Allerdings werde man den Steueranteil wieder auf den Preis draufschlagen müssen.

Der ADAC rät derweil dazu, mit dem Tanken nicht bis zum letzten Tag des Rabatts zu warten. Man solle bereits heute die Kraftstoffpreise im Blick behalten und grundsätzlich dann tanken, wenn sich eine günstige Gelegenheit biete. Auf der Straße stehen bleiben wolle schließlich niemand.