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Stiftung Warentest warnt vor diesem Kindersitz

Sandra Alter
·Freiberufliche Journalistin
·Lesedauer: 3 Min.

Regelmäßig testet Stiftung Warentest gemeinsam mit dem ADAC neue Kindersitze. Die meisten davon sind sicher. Doch ein Modell versagte nun beim Crashtest auf ganzer Linie. Der Hersteller will einen Rückruf starten.

Baby seat
(Beispielbild: Getty Images)

Ein sicherer Kindersitz ist das A und O, wenn die Jüngsten im Auto mitfahren. Nur so sind sie bei Unfällen gut geschützt. Die Stiftung Warentest überprüft gemeinsam mit dem ADAC jedes Jahr neue Kindersitze und Babyschalen auf ihre Sicherheit.

Dabei gelten strenge Testkriterien. Die Sitze werden auf Ergonomie, Handhabung und Schadstoffe untersucht. Die Unfallsicherheit wird bei Crashtests mit Dummys geprüft, wobei unterschiedliche Unfallszenarien nachgestellt werden.

Katastrophenszenario beim Crashtest

Beim jüngsten Test entpuppte sich eine eigentlich als sicher geltende Babyschale als lebensgefährlicher Schleudersitz. "Beim Test des Chicco Kiros i-Size mitKiros-i-Size-Basis löste sich in beiden Fällen die Babyschale von der Basis und flog samt Kinder-Testdummy davon. Für ein Baby aus Fleisch und Blut hätte so ein Unfall tödlich ausgehen können", so Stiftung Warentest.

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Der Chicco Kiros i-Size ist für Kinder zwischen 0 bis 15 Monaten gedacht. In vorangegangenen Tests hätten sich diese Sitze inklusive der Isofix-Basis als sehr sicher erwiesen. Die Isofix-Basis kommt auch bei anderen Marken-Kindersitzen zum Einsatz, lasse sich einfach nutzen und sei auch weitgehend immun gegen Bedienungsfehler.

Doch beim aktuell getesteten Modell habe die Verbindung der an der Basis befindlichen Schienen mit der Halterung am Sitz offenbar nicht richtig funktioniert – obwohl der Sitz beim Einrasten die farblich grüne Kennzeichnung einer korrekten Verbindung anzeigte.

Der Kiros habe sich bei einer Geschwindigkeit von 64 beziehungsweise 50 Kilometern pro Stunde sowohl beim Seiten-, als auch beim Frontalaufprall aus der Halterung gelöst.

Anbieter will i-Size-Basis zurückrufen

Stiftung Warentest hat den Anbieter Artsana, zu dem die Marke Chico gehört, mit den Ergebnissen des Tests konfrontiert. Artsana habe daraufhin erklärt, man werde Handel und Endkunden aktiv informieren und die zum Kindersitz gehörende Basis zurückrufen.

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Konkret betroffen seien von dem Rückruf laut Anbieter 1.984 Sitze, die nach dem Juli 2020 in den Handel gekommen seien. Die entsprechenden Modelle sind auf dem Zulassungslabel mit der Nummer 030059 gekennzeichnet. Zudem ist auf einem weißen Aufkleber hinter der Buchstabenfolge DOM auch das betroffene Produktionsdatum, von "19/11/23" bis "20/11/19", vermerkt. Das Produktionsdatum ist im Format Jahr-Monat-Tag geschrieben, also in diesem Fall vom "23.11.2019" bis "19.11.2020".

Laut Anbieter sollen Kunden "in Kürze" unter www.chicco.com/en/product-recalls.html die Möglichkeit haben, den Kundenservice zu kontaktieren.

Das rät Stiftung Warentest

Kunden, die einen der betroffenen Chicco Kiros i-Size gekauft haben, rät Stiftung Warentest, den Sitz ohne die dazugehörige Basis zu verwenden: "Direkt über die Sicherheitsgurte des Fahrzeugs ange­schnallt, schützt der Sitz gut. Dann aber auf die richtige und straffe Führung der Autogurte an der Babyschale achten."

Weitere Testergebnisse von Stiftung Warentest und dem ADAC zu insgesamt 330 Kindersitzen in allen Preis- und Größenklassen finden Sie hier (kostenpflichtig).

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