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Steinmeier zu Krieg: Sind wir bereit für 'empfindliche Nachteile'?

PADERBORN (dpa-AFX) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat für Solidarität mit der Ukraine geworben - selbst wenn das Nachteile im eigenen Land bedeuten würde. "Der Krieg, den Putin gegen die Ukraine führt, ist auch ein Krieg gegen die Einheit Europas. Wir dürfen uns nicht spalten lassen", sagte Steinmeier am Sonntag beim 500. Libori-Mahl in Paderborn. Man könne nur dann eine eindeutige Haltung an den Tag legen und sich über die eigene Verantwortung klar werden, "wenn wir bereit sind, diese Werte zu verteidigen, wenn wir bereit sind, für ihre Geltung einzustehen und für sie auch, ja, empfindliche Nachteile in Kauf zu nehmen."

"Sind wir dazu bereit?", fragte er. "Vor dieser Frage stehen wir alle

- heute und in den kommenden Tagen, Wochen und Monaten." Er befürchte

eine Rückkehr in eine Zeit der gegenseitigen Abschottung zwischen Ost und West, sagte Steinmeier weiter. "Die Älteren wissen noch um die Fragilität und Gefährlichkeit dieses Zustands."

Das Libori-Fest geht auf die Überführung der Gebeine des Heiligen Liborius, Schutzpatron des Erzbistums Paderborn, im neunten Jahrhundert aus Le Mans in Frankreich nach Paderborn zurück.

Steinmeier bezeichnete die deutsch-französischen Beziehungen und das Christentum als zentral für Europa. Dessen Stärke, Wertegemeinschaft, Glück und Zukunft hingen "zu einem großen Teil von der Partnerschaft, ja der Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich ab", sagte er. Und: Europa beruhe "zum großen Teil auf christlichen - und genau darum übrigens auch auf jüdischen - Fundamenten."

Das Libori-Fest ist eine Mischung aus kirchlichen Feierlichkeiten und weltlichen Vergnügen mit Kirmes. Es zählt zu den ältesten und größten Volksfesten in Deutschland, 2022 wird es zum 500. Mal ausgerichtet. Beim Libori-Mahl spricht ein prominenter Festredner im Rathaus zu Gästen aus dem öffentlichen Leben der Stadt zum Thema Europa.

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