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Steinmeier fliegt nach Moldau - Wirtschaft sieht großes Potenzial

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN/CHISINAU (dpa-AFX) - Die Republik Moldau bietet aus Sicht der deutschen Wirtschaft interessante Entwicklungsperspektiven. "Das Land hat großes Potenzial im Bereich Agrar- und Nahrungsmittelwirtschaft, wenn dort Strukturreformen vorangetrieben werden", sagte der Vorsitzende des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Oliver Hermes, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Eine weitere wichtige Branche sei die Automobilindustrie - in Verbindung mit dem bereits wachsenden IT-Sektor. "Mit der Förderung dieses Industriezweigs kann man hochwertige Arbeitsplätze im Land schaffen und damit auch Bedarf in Westeuropa decken."

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier fliegt an diesem Mittwoch zu einem zweitägigen Besuch nach Moldau. Er will damit demonstrativ die proeuropäische Präsidentin Maia Sandu unterstützen. Im November vergangenen Jahres hatte sich die damalige Oppositionspolitikerin bei der Präsidentenwahl gegen den russlandfreundlichen Amtsinhaber Igor Dodon durchgesetzt. Steinmeier nimmt auch eine Wirtschaftsdelegation mit in die Hauptstadt Chisinau und will zusammen mit Sandu ein Wirtschaftsforum eröffnen.

"Politisch schwankte Moldau in den letzten Jahren zwischen einer europäischen Orientierung und Russland-orientierten Kräften", sagte Hermes. "Bei den Handelsströmen sehen wir dagegen schon eine starke Anbindung an die EU, auch dank des Assoziierungsabkommens: Die Exporte gehen zu zwei Dritteln in die Europäische Union und nur zu neun Prozent nach Russland."

"Es gibt im Prinzip gute Produkte", sagte Hermes insbesondere mit Blick auf die Landwirtschaft. Die moldauischen Produzenten hätten aber noch Probleme, die Anforderungen westeuropäischer Einkäufer zu erfüllen. "Das betrifft Qualität und Mengen, die man mittel- bis langfristig garantieren und liefern können muss. Da hakt es noch etwas an den Strukturen."

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