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Mediziner über Olympia: "Impfung ein Muss"

SID
·Lesedauer: 1 Min.
Mediziner über Olympia: "Impfung ein Muss"
Mediziner über Olympia: "Impfung ein Muss"

Sportmediziner Wilhelm Bloch kann eine Olympia-Teilnahme von Athlet*innen ohne Corona-Impfung nicht gutheißen.

"Die Impfung ist ein Muss. Wenn wir Olympia haben wollen, müssen wir die Athleten impfen. Ohne Impfung ist das nicht zu verantworten", sagte der Professor der Deutschen Sporthochschule Köln im Spiegel-Interview mit Blick auf die Sommerspiele in Tokio (23. Juli bis 8. August).

Wie Präsident Alfons Hörmann vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) der Welt am Sonntag sagte, seien derzeit "etwa 13 Prozent der Teammitglieder geimpft, sieben Prozent lehnen eine Impfung ab".

Dennoch zeigte sich Hörmann zuletzt optimistisch, die deutschen Athleten für Tokio durchzuimpfen.

Ob im Sinne des Infektions- und Gesundheitsschutzes eine Absage der Spiele das richtige Mittel wäre, vermag Bloch nicht abschließend zu beurteilen.

"Ich bin da hin- und hergerissen. Ein Risiko ist da. Wenn überhaupt, muss man die Wettkämpfe unter maximalem Schutz durchziehen", sagte der 62-Jährige: "Mir ist nicht klar, wie das ablaufen soll. Wir Sportärzte fragen uns: Wie schnell bringe ich Infizierte zurück in den Wettkampf?"

Es geschehe laut Bloch zuletzt häufig, dass Sportler nach einer Erkrankung zu früh zurückkehren. Aufgrund des straffen Zeitplans und der Angst, den Lebenstraum Olympia zerplatzen zu sehen, könne der Wissenschaftler dies jedoch auch ein Stück weit verstehen.

"Aber auch ich frage mich, wenn ich einen Sportler mit einem Befund bei der Herzuntersuchung habe, der vielleicht nicht so schlimm ist, soll ich dem jetzt empfehlen: Mach drei Monate Sportpause – und das im Vorfeld der Wettkämpfe in Tokio? Wenn das womöglich sogar die letzte Teilnahmemöglichkeit für ihn ist?", so Bloch.