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Sicherer als AstraZeneca: Deutsche Impfexperten geben grünes Licht für Corona-Impfstoff von Johnson&Johnson

Josh Groeneveld
·Lesedauer: 2 Min.

Der Corona-Impfstoff von Johnson&Johnson ist nach jetziger Ansicht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) sicherer als das Mittel von AstraZeneca. Das PEI ist in Deutschland für die Sicherheit von Impfstoffen zuständig.

Am Mittwochmorgen sprach ein PEI-Vertreter im Gesundheitsausschuss des Bundestags von einem Hirnsinusvenenthrombose-Risiko von 1:1.000.000 bei Johnson&Johnson. Das erfuhr Business Insider aus Teilnehmerkreisen. Bei AstraZeneca liege das Risiko nach aktuellem Kenntnisstand bei etwa 1:100.000.

Bei beiden Impfstoffen waren zuletzt seltene Fälle von Hirnsinusvenenthrombosen in möglicher Verbindung mit der Impfung entdeckt worden. In den USA, wo Johnson&Johnsons Impfstoff bereits verimpft wurde, sind den Gesundheitsbehörden acht Fälle bekannt. Bei AstraZeneca wurden laut PEI-Angaben bisher 59 Fälle gemeldet.

Schon am morgigen Donnerstag soll die Ständige Impfkommission (Stiko) zum Johnson&Johnson-Impfstoff tagen. Nach Informationen von Business Insider ist noch offen, ob es eine Altersbeschränkung wie bei AstraZeneca geben wird. Eine Entscheidung der Stiko wird spätestens in der kommenden Woche erwartet.

Gesundheitsministerium will mit Johnson&Johnson-Lieferungen beginnen

Im Unterschied zu anderen Impfstoffen ist bei Johnson&Johnson nur eine einzige Dosis nötig. Er ist nach den Vakzinen von Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca der vierte in der EU zugelassene Impfstoff.

Vor einer Woche hatten die USA Impfungen mit dem Mittel jedoch ausgesetzt, nachdem bei etwa sieben Millionen Impfungen mindestens acht Fälle von Thrombosen aufgetreten waren — über das weitere Vorgehen will ein Beratergremium der US-Gesundheitsbehörde CDC nun am Freitag sprechen.

In der EU ist die Auslieferung des Impfstoffs bereits in der vergangenen Woche angelaufen. Die Kommission hat Impfdosen für 200 Millionen Menschen bestellt. Davon würde Deutschland 36,7 Millionen erhalten. Doch wegen der Nebenwirkungen in den USA hatte Johnson&Johnson den europäischen Staaten empfohlen, vor der Nutzung zunächst ein Gutachten der Experten der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) abzuwarten.

Die EMA entschied, dass das Mittel weiterhin sicher sei. Das Bundesgesundheitsministerium bereitet daher nun den Einsatz des Impfstoffes in Deutschland vor. "Nach der Entscheidung der EMA werden wir den Johnson&Johnson-Impfstoff jetzt zeitnah an die Länder ausliefern, ab übernächster Woche auch an die Praxen", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) habe einen Warnhinweis formuliert, dass beim Einsatz dieses Impfstoffes in sehr seltenen Fällen Hirnvenenthrombosen auftreten könnten. "Dieser Hinweis wird in die Fachinformationen integriert", sagte der Sprecher. Laut Impflieferplan des Ministeriums sollen in einer ersten Lieferung 232.800 Dosen an die Bundesländer gehen.

Mit Material der dpa