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US-Schwimmer Murphy prangert Olympiasieger Rylow an - sarkastische Reaktion folgt

·Lesedauer: 2 Min.
Konkurrent prangert Olympiasieger an - sarkastische Reaktion folgt
Konkurrent prangert Olympiasieger an - sarkastische Reaktion folgt

Nach seiner Niederlage im Finale über 200 m Rücken hat US-Schwimmer Ryan Murphy Dopingvorwürfe gegen den Doppel-Olympiasieger Jewgeni Rylow erhoben.

“Ich schwimme in einem Rennen, das wahrscheinlich nicht sauber ist”, sagte der Goldmedaillengewinner von Rio und meinte damit seinen russischen Nachfolger. Auf die Frage, ob das Finale fair gewesen sei, antwortete Murphy: “Ich habe etwa 15 Gedanken, 13 davon würden mir jede Menge Ärger einbringen.”

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Rylow, der zuvor bereits über 100 m triumphiert hatte, tritt wie seine 328 Landsleute in Tokio aufgrund der Sperre durch die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA offiziell für das Russische Olympische Komitee (ROC) an. Bei der Siegerehrung hörte er statt der russischen Hymne das Klavierkonzert Nr. 1 von Peter Tschaikowsky.

Murphy nach Silber und Bronze frustriert

“Leute, die mehr über die Situation wissen als ich, haben diese Entscheidung getroffen”, sagte Murphy, der über 200 m Silber und über 100 m Bronze gewann, “es frustriert mich, aber ich muss gegen diese Gegner antreten.”

Ryan Murphy (links), Jewgeni Rylow (Mitte) und Luke Greenbank (rechts). (Bild: Maddie Meyer/Getty Images)
Ryan Murphy (links), Jewgeni Rylow (Mitte) und Luke Greenbank (rechts). (Bild: Maddie Meyer/Getty Images)

Er könne nicht auf höchstem Niveau für Olympia trainieren und gleichzeitig noch versuchen, “die Leute, die die Entscheidungen fällen”, zu überzeugen, “dass sie die falschen Entscheidungen fällen”.

Olympiasieger Rylow reagiert überrascht

Schon direkt nach dem Rennen hatte Murphy frustriert gesagt: “Ich bin gerade auf diesen wirklich starken Kerl aus Russland oder vom Russischen Olympischen Komitee, wie immer du das nennen willst, getroffen.”

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Rylow, Weltmeister von 2019, reagierte “überrascht” auf die “seltsame Unterstellung”. Später in der Pressekonferenz betonte der Olympiadritte von Rio: “Ich bin immer sauber gewesen. Ich wurde immer getestet. Ich bin für sauberen Sport. Ich habe mein ganzes Leben dem Sport gewidmet.”

ROC verteidigt Rylow

Das ROC stellte sich mit deutlichen Worten hinter seinen Athleten und wehrte sich gegen einen Generalverdacht. 

“Ja, wir sind hier, bei den Olympischen Spielen. Wir haben jedes Recht. Ob es jemandem gefällt oder nicht. Man muss auch mal verlieren können. Aber nicht jeder weiß, wie das geht”, schrieb das ROC bei Twitter: “Die kaputte Schallplatte spielt wieder einmal das Lied über das russische Doping und jemand drückt fleißig auf den Knopf der englischsprachigen Propaganda.”

Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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