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Schlichtung zwischen GDL und Bahn gescheitert

·Lesedauer: 2 Min.

Schlichter Platzeck und Personalvorstand Seiler haben mit Unverständnis auf die ablehnende Haltung der GDL reagiert. Streiks drohen vorerst aber nicht.

Der Konzern muss sparen - rund zwei Milliarden Euro beim Personal. Foto: dpa
Der Konzern muss sparen - rund zwei Milliarden Euro beim Personal. Foto: dpa

Der Schlichtungsversuch zwischen der Deutschen Bahn und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ist gescheitert. Das teilte der Schlichter Matthias Platzeck (SPD) am Mittwoch mit. Die Gewerkschaft habe seinen Vorschlag abgelehnt.

„Das ist wirklich mehr als bedauerlich. Wir waren aus meiner Sicht kurz vor dem Ziel“, sagte der frühere brandenburgische Ministerpräsident. Bahn-Personalvorstand Martin Seiler nannte das Vorgehen der Gewerkschaft „unverständlich und unverantwortlich“.

Der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky monierte, dass sich der angebotene Tarifabschluss zu sehr an dem bestehenden Vertrag der Bahn mit der größeren Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) orientiere. „Das aber stellt die Eigenständigkeit der Tarifpartei GDL in Frage und ist für uns unannehmbar.“

Der Schlichterspruch beinhaltet Lohnerhöhungen um 1,5 Prozent und zusätzlich eine Corona-Sonderprämie in Höhe von 800 Euro beziehungsweise 600 Euro für einzelne höhere Entgeltgruppen. Dies entspricht in etwa auch dem Abschluss mit der EVG.

Weselsky erklärte, er wertschätze das vom Schlichter erzielte Zwischenergebnis zwar. Die Bahn habe im Gegenzug aber ein trilaterales Abkommen der GDL mit der EVG verlangt, „mit dem Ziel, unsere Tarifautonomie für die Zukunft zu eliminieren“. Die GDL werde nun nach Beratungen der Gremien am 19. November darüber informieren, wie es in dem Tarifstreit weitergehe.

Bund unterstützt Bahn mit Eigenkapitalerhöhung

Streiks drohen vorerst nicht, weil der Tarifvertrag mit der GDL noch bis Ende Februar gilt. Mit der Schlichtung hatte die Bahn die Gewerkschaft jedoch früher als üblich an den Verhandlungstisch geholt.

Der Bundeskonzern hat in der Corona-Krise hohe Umsatzeinbußen eingefahren. Der Bund will das Unternehmen mit einer Eigenkapitalerhöhung von fünf Milliarden Euro unterstützen. Doch der Konzern soll auch selbst sparen - rund zwei Milliarden Euro beim Personal.

Schon im September hatten sich Bahn und EVG deshalb bei vorgezogenen Tarifverhandlungen auf deutlich niedrigere Entgelterhöhungen verständigt als in den Jahren zuvor. Dafür erhielten die Mitarbeiter eine Beschäftigungsgarantie.