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Saudi-Arabien: G20-Gipfel im November soll virtuell stattfinden

·Lesedauer: 1 Min.

RIAD (dpa-AFX) - Trotz Corona-Krise soll der G20-Gipfel der führenden Wirtschaftsmächte wie geplant am 21. und 22. November stattfinden - allerdings nur virtuell und nicht wie geplant in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad. Das teilte das Königreich, das dieses Jahr die Präsidentschaft der G20 innehat, am Montag mit. Man werde auf dem Erfolg des virtuellen Sonder-G20-Gipfels Ende März sowie auf den Ergebnissen von mehr als 100 virtuellen Arbeitsgruppen und Ministertreffen aufbauen, hieß es weiter. Der Gipfel werde sich unter dem Motto "Realisieren von Chancen des 21. Jahrhunderts für alle" darauf konzentrieren, Leben zu schützen und das Wachstum wieder anzukurbeln.

Die Staatengruppe vereint zwei Drittel der Weltbevölkerung, 85 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung und 75 Prozent des Welthandels. Ihr gehören unter anderen die Europäische Union, die USA, China und Russland an.

Saudi-Arabien erklärte, die G20 führe den Kampf gegen die Pandemie an und ergreife rasche und beispiellose Maßnahmen, um Leben, Lebensgrundlagen und die Schwächsten zu schützen. Mit seinem einjährigen Vorsitz in der G20-Gruppe wollte Saudi-Arabien unter anderem auf die Themen Frauen und Klimaschutz setzen. In Riad sollte das erste reguläre Gipfeltreffen der G20-Gruppe in der arabischen Welt stattfinden.

Zu dem Videogipfel im März hatte der saudische König Salman eingeladen. Die Staats- und Regierungschefs der führenden Wirtschaftsmächte hatten sich darauf verständigt, bei der Bekämpfung der Corona-Krise an einem Strang zu ziehen.