Deutsche Märkte öffnen in 8 Stunden 26 Minuten
  • Nikkei 225

    26.547,05
    +119,40 (+0,45%)
     
  • Dow Jones 30

    32.223,42
    +26,76 (+0,08%)
     
  • BTC-EUR

    28.828,00
    -1.237,12 (-4,11%)
     
  • CMC Crypto 200

    667,04
    +424,36 (+174,87%)
     
  • Nasdaq Compositive

    11.662,79
    -142,21 (-1,20%)
     
  • S&P 500

    4.008,01
    -15,88 (-0,39%)
     

ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Dow scheitert mit Erholungsversuch

NEW YORK (dpa-AFX) - Nach der steilen Talfahrt vom Dienstag haben sich die US-Aktienmärkte am Mittwoch stabilisiert. Der Dow Jones Industrial <US2605661048> schloss mit einem Plus von 0,19 Prozent bei 33 301,93 Punkten, nachdem er zwischendurch mehr als ein Prozent fester notiert hatte. Der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> gewann letztlich 0,21 Prozent auf 4183,96 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 <US6311011026> drehte im späten Geschäft gar ins Minus und verlor am Ende 0,05 Prozent auf 13 003,36 Punkte.

Tags zuvor hatte der Dow den tiefsten Stand seit sechs Wochen erreicht und der Nasdaq 100 sogar das niedrigste Niveau seit fast einem Jahr. Bestimmende Faktoren an den Börsen bleiben der Ukraine-Krieg, Lockdown-Maßnahmen in China und der inflationsbedingte Handlungsbedarf, der die US-Notenbank Fed bei ihren geldpolitischen Straffungen unter Druck setzt.

Die Aktien des Google <US02079K1079>-Mutterkonzerns Alphabet <US02079K3059> fielen nach enttäuschenden Zahlen um knapp vier Prozent. Ein insgesamt langsameres Wachstum machten Experten hauptsächlich an der Youtube-Entwicklung fest. Nach Einschätzung des JPMorgan-Analysten Douglas Anmuth bekommt die Video-Plattform den Wettbewerb von TikTok zu spüren. Das operative Umfeld sei für Alphabet nicht mehr so vorteilhaft wie im vergangenen Jahr.

Demgegenüber stand ein Kursplus von 4,8 Prozent bei Microsoft <US5949181045>. Hier kamen die am Vortag nach Börsenschluss veröffentlichten Zahlen gut an. Ein starkes Cloud-Geschäft hat dem Software-Riesen im vergangenen Quartal zu deutlich mehr Umsatz verholfen. Die Cloud-Plattform Azure habe erneut starke Zahlen geliefert, kommentierte der Credit-Suisse-Analyst Philip Winslow.

Die durchwachsene Bilanz der jüngsten Quartalsberichte im Tech-Sektor wurde ergänzt durch Zahlen von Texas Instruments <US8825081040> und T-Mobile US <US8725901040>. Die Titel der Deutsche-Telekom-Tochter legten um 3,9 Prozent zu, nachdem die diesjährige Zielspanne für neue Telefonverträge höher angesetzt wurde. Auch das Abschneiden im ersten Quartal wurde gelobt.

Titel des Chipkonzerns Texas Instruments stiegen um 0,6 Prozent. Hier wurde das erste Quartal als solide bezeichnet, der Ausblick auf das laufende Jahresviertel wurde aber im Zusammenhang mit Lockdown-Maßnahmen in China als Enttäuschung gesehen. Laut dem Barclays-Experten Blayne Curtis könnte dies der Auftakt einer größeren zyklischen Korrektur werden.

Boeing <US0970231058> enttäuschte mit seinem Quartalsbericht, die Aktien rutschten als klares Dow-Schlusslicht um 7,5 Prozent ab. Bedingt durch steigende Kosten schrieb der Flugzeugbauer im ersten Quartal einen deutlich höheren Verlust als von Experten im Schnitt gedacht. Boeing kündigte zudem Verzögerungen bei der Erstauslieferung des Großraumflugzeugs 777-9 an.

Besser erging es den Visa-Aktionären <US92826C8394>, sie dürfen sich über einen Kursanstieg von 6,5 Prozent freuen. Der US-Kreditkartenkonzern hatte sowohl den Gewinn als auch die Erlöse im vergangenen Geschäftsquartal kräftig gesteigert. Laut David Togut von Evercore ISI wurden die Erwartungen deutlich übertroffen, was er auf unerwartet starke Erlöse im Zusammenhang mit dem anziehenden weltweiten Reiseverkehr zurückführte.

Auch Mattel-Aktien <US5770811025> standen mit einem Kurssprung von 10,8 Prozent im Blick. Händler begründeten das mit Spekulationen über eine Übernahme des Spielwarenkonzerns. Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf eingeweihte Personen berichtete, sind in einem noch sehr frühen Stadium mit Finanzinvestoren erste Gespräche geführt worden.

Der Euro <EU0009652759> erholte sich im US-Handel etwas vom tiefsten Niveau seit mehr als fünf Jahren aus dem späten europäischen Geschäft. Die Gemeinschaftswährung kostete zuletzt 1,0558 US-Dollar, nachdem sie in Europa bis auf 1,0514 Dollar abgesackt war. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,0583 (Dienstag: 1,0674) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9449 (0,9368) Euro gekostet.

US-Staatsanleihen konnten ihre Anfangsgewinne nicht halten und rutschten ins Minus ab. Der Terminkontrakt für zehnjährige Treasuries (T-Note-Future) sank zuletzt um 0,25 Prozent auf 119,75 Punkte. Die Rendite für zehnjährige Staatspapiere stieg im Gegenzug auf 2,84 Prozent.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.