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ROUNDUP/Aktien New York: Erholungsrally dank US-Jobdaten und China-Neuigkeiten

NEW YORK (dpa-AFX) - Starke US-Arbeitsmarktdaten, gepaart mit beruhigenden Aussagen des US-Notenbankvorsitzenden Jerome Powell, sowie neue Hoffnung im Handelsstreit mit China haben am Freitag eine Erholungsrally an den US-Börsen ausgelöst. Der Leitindex Dow Jones Industrial <US2605661048> legte im frühen Handel um 3,00 Prozent auf 23 365,73 Punkte zu.

Damit machte er sein Minus vom Donnerstag mehr als wett. Am Vortag hatten eine Umsatzwarnung von Apple <US0378331005> und überraschend schwache Stimmungsdaten aus der US-Industrie den Dow um 2,8 Prozent nach unten gedrückt. Dank der aktuellen Erholung steht momentan ein Wochenplus von etwas mehr als ein Prozent zu Buche.

Die anderen US-Börsenindizes stiegen im frühen Geschäft am Freitag ebenfalls deutlich: Der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> rückte um 3,00 Prozent auf 2521,29 Zähler vor und der technologielastige Nasdaq 100 <US6311011026> gewann 3,83 Prozent auf 6382,27 Punkte.

Unterstützung kam gleich von mehreren Seiten: Zum Wochenanfang sollen erste direkte Verhandlungen zwischen China und den USA laufen, seit US-Präsident Donald Trump Anfang Dezember die Vereinbarung eines gegenseitigen "Waffenstillstands" im Zollstreit bekannt gegeben hatte. Laut einer Mitteilung aus China wird am Montag eine US-Delegation zu zweitägigen Gesprächen erwartet. Außerdem kam es an den weltweiten Aktienmärkten gut an, dass die chinesische Notenbank die Kapitalanforderungen an die Banken des Landes erneut senken will.

Aus den USA selbst wurden darüber hinaus überraschend robuste Arbeitsmarktdaten für Dezember gemeldet, während Fed-Chef Powell zugleich betonte, "sorgfältig auf Sorgen an den Finanzmärkten hören" zu wollen. Er hob dabei die Bereitschaft hervor, "falls nötig die Bilanzpolitik zu ändern", wodurch Sorgen vor einer zu schnellen Straffung der Geldpolitik der Wind aus den Segeln genommen wurde. Im Dezember waren die Stundenlöhne im Vergleich zum Vormonat weiter gestiegen und auch der Stellenaufbau hatte sich fortgesetzt. Zwar legte auch die Arbeitslosenquote zu, doch dies sollte, wie Patrick Boldt von der Helaba betonte, "nicht überbewertet werden".

Auf Unternehmensseite legten nun wieder jene Aktien besonders deutlich zu, die zuletzt auch besonders stark unter Druck geraten waren. Apple <US0378331005> zum Beispiel kletterten um 3,1 Prozent, nachdem die Aktien am Vortag nach einer Umsatzwarnung um 10 Prozent eingebrochen waren.

Auch allgemein profitierte der Technologiesektor besonders von der Erleichterung unter den Anlegern. Im Dow kletterten Intel <US4581401001> <US4581401001>, begünstigt von einer Kaufempfehlung durch die US-Bank Merrill Lynch, um 5,0 Prozent. Die Experten lobten, der Prozessorhersteller sei für Megatrends wie Cloud Computing oder Künstliche Intelligenz in einer attraktiven Ausgangslage. Microsoft <US5949181045> folgen an zweiter Stelle im Wall-Street-Index mit einem Plus von 4,4 Prozent und Cisco <US17275R1023> legten um 3,1 Prozent zu.

Unter den großen Internet-Konzernen rückten zudem Amazon <US0231351067> um 3,7 Prozent vor und Netflix <US64110L1061> um 6,6 Prozent. Die Experten von Goldman Sachs <US38141G1040> setzten den Streaminganbieter auf ihre Liste der besonders aussichtsreichen Werte und bekräftigten auf dieser Liste auch die Titel von Amazon - auch wenn sie das Kursziel für den Handelsgiganten reduzierten.

Die Kollegen von JPMorgan <US46625H1005> äußerten sich zugleich nach dem steilen Kursrutsch der Coty-Aktien im vergangenen Jahr nicht mehr so pessimistisch zum Kosmetik- und Parfumhersteller. Analystin Andrea Teixeira sieht inzwischen kaum noch weitere Abwärtsgefahren und stufte die Papiere auf "Neutral" hoch. Die Coty-Aktien legten um 5,0 Prozent zu.