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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: US-Rückenwind beschert Dax Rekord

·Lesedauer: 3 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Rückenwind von den US-Börsen hat dem Dax <DE0008469008> nach dem verlängerten Pfingstwochenende einen Rekord beschert. In der ersten Handelsstunde am Dienstag gewann der deutsche Leitindex 0,70 Prozent auf 15 544,84 Punkte. Seine letzte Bestmarke hatte das Börsenbarmeter erst vor einer Woche aufgestellt. Für den MDax <DE0008467416> der mittelgroßen deutschen Unternehmen ging es am Dienstagvormittag um 1,05 Prozent auf 32 758,63 Punkte hoch. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> stieg um 0,34 Prozent auf 4049,22 Zähler.

Aussagen wichtiger US-Notenbanker hätten die Inflationssorgen der Anleger gedämpft, hieß es bei den Marktstrategen der Credit Suisse. Davon hatte am Pfingstmontag vor allem die US-Technologiebörse Nasdaq profitiert. Auch der marktbreite US-Index S&P 500 <US78378X1072> steuerte wieder auf seinen Rekord von Anfang Mai zu. In Asien sprang der Funke ebenfalls über: Die Aktienkurse in Japan und China legten zu. In Kürze dürfte zudem der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex "eine weitere positive Konjunkturindikation liefern“, schreiben die Experten der BayernLB.

Am deutschen Markt feierten die Anleger zu Beginn der neuen Handelswoche das Interesse von Vonovia <DE000A1ML7J1> an Deutsche Wohnen <DE000A0HN5C6>: Der erneute Übernahmeversuch des größten deutschen Immobilienkonzerns ließ die Aktien seines nächstgrößeren heimischen Konkurrenten an der Dax-Spitze zuletzt über 15 Prozent auf 51,94 Euro nach oben schnellen. Vonovia will rund 18 Milliarden Euro beziehungsweise 53,03 Euro je Deutsche-Wohnen-Aktie bieten. Das entspricht einer Prämie von knapp 18 Prozent auf den Schlusskurs vom Freitag und von 25 Prozent auf den volumengewichteten Drei-Monats-Durchschnitt.

Anders als bei den bisherigen Versuchen konnte sich Vonovia diesmal die Unterstützung der Deutsche-Wohnen-Spitze sichern. Die Übernahme wäre strategisch sinnvoll für Vonovia und habe gute Erfolgschancen, schreibt Analyst Thomas Rothäusler vom Investmenthaus Jefferies. Der anfängliche Verwässerungseffekt für Vonovia sei aber hoch. Dementsprechend verloren Vonovia-Aktien am Dax-Ende über fünf Prozent auf 49,46 Euro und waren damit so günstig wie zuletzt vor rund einem Jahr.

Beim Baustoffekonzern Heidelbergcement <DE0006047004> sorgte der lukrative Verkauf von Aktivitäten in den USA für einen Kursgewinn von rund zwei Prozent. Die Einnahmen aus der Veräußerung des Großteils des Geschäfts im Westen der USA an den Hersteller von Baumaterial Martin Marietta Materials bezifferte der Baustoffekonzern auf 2,3 Milliarden US-Dollar. Der Verkaufspreis sei höher als erwartet, schrieb Jefferies-Expertin Glynis Johnson. UBS-Analyst Gregor Kuglitsch betonte, Heidelbergcement komme damit bei der Reduzierung der Schulden voran.

Die Anteilsscheine von Flatexdegiro <DE000FTG1111> zogen dank ehrgeiziger mittelfristiger Ziele um über 16 Prozent auf 113 Euro an, womit sie die Gewinnerliste im Nebenwerte-Index SDax anführten. Ihren bisherigen Höchststand hatten sie Ende April bei 114,70 Euro erreicht, bevor ein kräftiger Rückschlag folgte. Der Online-Broker peilt im Rahmen der Fünfjahres-Ziele bis 2026 nun eine Zahl von sieben bis acht Millionen Brokerage-Kunden an.