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ROUNDUP: Air France-KLM und British-Airways-Mutter IAG zurück in Gewinnzone

PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Ein reißender Ticketabsatz hat Air France-KLM <FR0000031122> und der British-Airways-Mutter IAG <ES0177542018> die ersten Quartalsgewinne seit Beginn der Corona-Pandemie beschert. Auch für den Sommer und das Gesamtjahr erwarten ihre Chefs im Tagesgeschäft schwarze Zahlen, wie beide Konzerne am Freitag mitteilten. Die wichtigste Reisesaison ist in vollem Gange. Doch der Personalmangel an vielen Flughäfen erschwert die Erholung der Branche und der Urlauber, die stundenlang vor den Sicherheitskontrollen warten müssen oder deren Flüge sogar ausfallen.

An der Börse wurden vor allem die Nachrichten von Air France-KLM positiv aufgenommen. Der Aktienkurs des Konzerns legte am Vormittag um bis zu sieben Prozent auf 1,379 Euro zu. Allerdings haben die Papiere seit dem Jahreswechsel fast zwei Drittel verloren. Denn der Konzern hat seitdem neue Aktien im Milliardenwert ausgegeben, um einen Großteil der Staatshilfen aus der Corona-Krise zurückzuzahlen. Die IAG-Aktie lag in Madrid leicht im Plus. Seit dem Jahreswechsel haben sie damit noch rund 15 Prozent eingebüßt.

Im zweiten Quartal erzielte Air France-KLM ihren ersten Nettogewinn seit Beginn der Pandemie, wie das französisch-niederländische Unternehmen am Morgen in Paris mitteilte. Konzernchef Ben Smith rechnet jetzt auch für das Gesamtjahr mit einem operativen Gewinn. Das hatte er nach dem ersten Quartal noch nicht erwartet. Die Ticketpreise für die wichtige Sommersaison dürften im Schnitt höher liegen als vor der Pandemie im Jahr 2019, erklärte das Management.

Verspätungen und Flugausfälle machen jedoch auch Air France-KLM zu schaffen: Für das zweite Quartal bezahlt der Konzern betroffenen Passagieren nach eigenen Angaben Entschädigungen von insgesamt rund 70 Millionen Euro.

Die starke Erholung des Flugverkehrs in diesem Sommer sei ein Test für die gesamte Luftfahrtbranche, sagte Smith. So wollen die Hauptmarken Air France und KLM ihr Flugangebot im laufenden Sommerquartal jetzt statt auf 90 Prozent nur auf 80 bis 85 Prozent des Vorkrisen-Niveaus von 2019 hochfahren. Im vierten Quartal sollen es dann 85 bis 90 Prozent sein. Bei der Billigtochter Transavia soll das Flugprogramm in der zweiten Jahreshälfte und im Gesamtjahr hingegen sogar größer ausfallen als vor der Pandemie.

Bei British Airways verläuft die Erholung schleppender - vor allem, weil es in London Heathrow alles andere als rund läuft. Mitte Juli ordnete die Flughafengesellschaft zunächst die kurzfristige Streichung Dutzender Flüge an - und verhängte kurz darauf eine Obergrenze von 100 000 Passagieren pro Tag. Geschäftsführer John Holland-Kaye begründete den Schritt mit zu wenigen Mitarbeitern, etwa am Check-in und bei der Gepäckabfertigung. Schon kurz zuvor hatte British Airways auf einen Schlag mehr als 10 000 Flüge gestrichen.

IAG-Chef Luis Gallego plant für den Rest des Jahres vorsichtiger als bislang. So soll das Flugangebot im dritten Quartal nun 80 Prozent und im vierten Quartal 85 Prozent des Vorkrisen-Niveaus von 2019 erreichen. Bei British Airways sollen es im Sommerquartal lediglich 75 Prozent sein. Gallego sieht den Konzern dennoch auf Kurs, in diesem Jahr vor Sondereffekten einen operativen Gewinn zu erzielen.

Denn bei den spanischen Konzerntöchtern Iberia und Vueling läuft es deutlich besser. "Der spanische Inlandsmarkt und die Routen nach Lateinamerika führten die Erholung weiter an", berichtete Gallego. Im vergangenen Monat habe die Nachfrage dort sogar höher gelegen als im Jahr vor der Pandemie. Neben British Airways, Iberia und Vueling gehören noch die irische Aer Lingus und die Eigengründung Level zur International Airlines Group, kurz IAG.

Im zweiten Quartal beförderten die IAG-Gesellschaften insgesamt rund 25,6 Millionen Fluggäste, fast fünfmal so viele wie im coronageprägten Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg ähnlich stark auf 5,9 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdiente der Konzern 133 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte hier noch ein Verlust von knapp einer Milliarde Euro gestanden.

Die französisch-niederländische Konkurrentin Air France-KLM zählte in den Monaten April bis Juni rund 22,8 Millionen Fluggäste, mehr als dreimal so viele wie ein Jahr zuvor. Der Umsatz sprang um mehr als 140 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro nach oben. Der operative Gewinn erreichte 386 Millionen Euro. Unter dem Strich verdiente Air France-KLM 324 Millionen Euro nach einem Verlust von 1,5 Milliarden im zweiten Quartal 2021.

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