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Auch Raiffeisen Salzburg schrieb Wirecard-Millionenverlust

·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Mit dem Raiffeisenverband Salzburg eGen ist jetzt erst eine weitere österreichische Raiffeisenlandesbank (RLB) mit einer millionenschweren Forderung an die insolvente Wirecard AG bekannt geworden. Aus Unterlagen des deutschen Bundestags geht hervor, dass die Skandalfirma bei den Salzburgern mit über 20 Millionen Euro in der Kreide steht.

Damit gesellt sich das eher mittelgroße regionale Institut zu seinen größeren Geschwistern RLB Niederösterreich-Wien AG und RLB Oberösterreich AG, deren Kredite bereits kurz nach dem Zusammenbruch des deutschen Zahlungsdienstleisters letzten Sommer bekannt geworden waren. Zu den Beträgen hielten sich die Niederösterreicher bedeckt, während die in Linz ansässigen oberösterreichischen Genossenschafter eine Abschreibung von 30 Millionen Euro bekannt gaben, ohne den Kreditbetrag zu nennen.

Die Kredite der Austrobanken sind bekanntlich nur eine Facette der zahlreichen Wirecard-Verbindungen nach Österreich. Spitzenmanager wie der Ex-CEO Markus Braun und der Mann fürs Grobe Jan Marsalek waren Österreicher, ebenso Geschäftspartner wie Alexander Schütz. Sie pflegten auch zahlreiche Verbindungen zur österreichischen Politik - von den liberalen Neos über Bundeskanzler Sebastian Kurz’ konservative Volkspartei bis zur rechtsextremen Freiheitlichen Partei - und trafen Regierungsvertreter. Die Spur des untergetauchten Marsalek verliert sich auf einem Sportflughafen südlich von Wien, wo er einen Privatjet Richtung Minsk bestiegen haben soll.

In den Akten des Wirecard-Untersuchungsausschusses findet sich nun ein Schreiben des Raiffeisenverband Salzburg an die Wirecard Sales International Holding GmbH vom 3. Juli 2020, in dem ein an die Wirecard AG vergebener Kredit in Höhe von 20 Millionen Euro zurückgefordert wird. Die Wirecard AG war zu diesem Zeitpunkt bereits insolvent; Wirecard Sales, zu dessen Geschäftsführern Marsalek gehörte, hatte laut dem Schreiben für den Kredit gebürgt und ging kurz danach auch in die Insolvenz.

Ein Sprecher des Raiffeisenverbands Salzburg wollte die Informationen unter Verweis auf das Bankgeheimnis und das noch nicht abgeschlossene Insolvenzverfahren nicht kommentieren. In seiner Bilanz für 2020 weist der Verband eine Verfünffachung der Wertberichtigungen auf 22,2 Millionen Euro aus, gegenüber 4,3 Millionen Euro im Vorjahr. Dieser Faktor trug wesentlich zur Halbierung des Jahresüberschusses auf 23 Millionen Euro bei. Wirecard wird im Geschäftsbericht allerdings weder namentlich noch beschreibend erwähnt.

(Wiederholung von Dienstag.)

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©2021 Bloomberg L.P.

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