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Seltener Auftritt: Putins Töchter sprechen beim "russischen Davos"

Der russische Präsident Wladimir Putin. - Copyright: Mikhail Svetlov/Getty Images
Der russische Präsident Wladimir Putin. - Copyright: Mikhail Svetlov/Getty Images

Es ist wieder Zeit für das Internationale Wirtschaftsforum in St. Petersburg – oder das "russische Davos", wie es manchmal genannt wird.

Seit Jahren zieht die wichtigste Wirtschafts- und Investitionsveranstaltung des russischen Präsidenten Wladimir Putin die Weltelite an. Unter den Gästen befanden sich bereits der französische Präsident Emmanuel Macron, der chinesische Staatschef Xi Jinping, der indische Premierminister Narendra Modi, und die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Wenige politische Stars sind anwesend, dafür die Töchter Putins

Diese Liste hochrangiger Staats- und Regierungschefs ist deutlich kürzer geworden, seit Russland in die Ukraine einmarschiert ist und sich daraufhin weitreichenden Sanktionen ausgesetzt sah. Zu den größten Namen, die in diesem Jahr an der Veranstaltung teilnehmen, gehören der bolivianische Präsident Luis Arce und der simbabwische Präsident Emmerson Mnangagwa.

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An dem viertägigen Wirtschaftsforum, das am Mittwoch begann, nehmen nun auch die Kinder der Kremlspitze teil, berichtete Bloomberg am Mittwoch. Zu denen gehören auch Maria Woronzowa und Katerina Tichonowa, Putins Töchter. Diese werden sonst aus der Öffentlichkeit ferngehalten.

Vorontsova, eine 39-jährige Endokrinologin, vertritt die Russische Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft. Sie wird über Bioökonomie sprechen. Die 37-jährige Tichonowa, die das von staatlichen Unternehmen unterstützte Innopraktika-Zentrum leitet, wird auf einem Podium über den militärisch-industriellen Komplex sprechen.

Die Nachwuchsgeneration steigt in das System Putins auf

Zu den weiteren Kreml-Sprösslingen, die auf der Veranstaltung sprechen werden, gehört Ksenia Schoigu, die Tochter des ehemaligen Verteidigungsministers. Sie soll eine Podiumsdiskussion moderieren. Außerdem solle der Sohn des Kreml-Stabschefs Anton Vaino, Alexander, anwesend sein, wie Bloomberg berichtet.

Die zweite Generation von Putins innerem Zirkel scheint jetzt, da die Älteren älter werden – der russische Staatschef selbst ist 71 Jahre alt – aufzusteigen. Der Grund dafür könnte jedoch auch in der Selbsterhaltung des autoritären Systems liegen. Das sagt Ekaterina Schulmann, Politikwissenschaftlerin am Carnegie Russia Eurasia Center in Berlin, gegenüber Bloomberg.

"Um sicher zu sein, muss man im System sein", sagte Schulmann weiterhin. In der Vergangenheit konnte die russische Elite ihre Kinder ins Ausland schicken, um sich gegen Risiken abzusichern, falls zu Hause etwas schiefgehen sollte. Doch Sanktionen und verschärfte Kontrollen haben diese Möglichkeit nun deutlich erschwert.

"Jetzt, wo diese Möglichkeit schwieriger geworden ist, schützen sie sich, indem sie ihre Kinder zu Chefs ernennen", so Schulmann gegenüber Bloomberg. Putin wird am Freitag auf dem Wirtschaftsforum eine Rede halten.

Lest den Originalartikel auf Business Insider.