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Warum Proteinshakes und Kreatin beim Muskelaufbau und der Fettverbrennung Zeitverschwendung sind

Chris Hemsworth als Thor. - Copyright: Walt Disney Studios
Chris Hemsworth als Thor. - Copyright: Walt Disney Studios

Groß, breit und kräftig. Das ist der Donnergott Thor. In der Marvel-Filmreihe wird die Rolle des nordischen Gottes von dem Schauspieler Chris Hemsworth gespielt. Und auch im Film ist er dafür bekannt, dass er nur so vor Muskeln strotzt.

Dahin zu kommen ist nicht unbedingt leicht. Es erfordert viel Arbeit und Disziplin. Aber: wenn ihr auch versucht, an Muskelmasse zuzunehmen, wie der Schauspieler es für seine Rolle als Thor getan hat, könnt ihr das ohne große Hilfsmittel tun. Ihr müsst weder Geld für Nahrungsergänzungsmittel noch für Proteinshakes ausgeben, erklärt Luke Zocchi gegenüber Business Insider. Zocchi ist Chris Hemsworth langjähriger Personal Trainer. Er hat ihn zuletzt auf seine Rolle in „Thor: Love and Thunder“ vorbereitet.

„Gutes Essen und ein Kalorienüberschuss sind wichtiger“, erläuterte Zocchi in dem Interview mit Insider. Er bestätigte, dass der Schauspieler die meisten seiner Muskelzunahmen durch eine Kombination aus guter Ernährung und einem strikten Trainingsprogramm erreicht habe. Die Erfahrungen und Erkenntnisse, die Hemsworth auf seiner Fitness-Reise gemacht hat, teilt er seit Beginn 2020 auf seiner eigenen Fitness-App „Centr“. Dort bietet er unter anderem Zehn-Wochen-Programme für verschiedene Leistungsstufen an, die auf seinem spezifischen Training und seiner Ernährung für die Filmreihe basieren. Das Besondere: Dabei wird vollständig auf Nahrungsergänzungsmittel verzichtet.

Supplementierungen einzelner oder kombinierter Nährstoffe haben zwar Vorteile für die Fitness und den Fettabbau, können mitunter aber sehr teuer und unzuverlässig sein, da nicht alle Präparate die gleichen Inhaltsstoffe enthalten. Aus diesem Grund empfiehlt der Personal Trainer, konsequent auf eine gesunde Ernährung und ein gezieltes Trainingsprogramm zu setzen, anstatt Geld für Pulver und Präparate auszugeben.

Nahrungsergänzungsmittel bieten im Vergleich zu Diäten und Sport minimale Vorteile

Zocchi ist der Meinung, dass sich die Menschen zu sehr auf Produkte wie Proteinshakes und Kreatin verlassen, um Muskeln aufzubauen und Fett zu verbrennen. „Die Leute denken, dass Supplementierungen wie Proteinshakes und Kreatin einen großen Unterschied machen. Doch das sind nur etwa fünf Prozent der Gleichung“, sagte der Trainer.

Kreatin ist ein Stoff, der bei Menschen zur Versorgung der Muskeln mit Energie beiträgt. Er wird häufig als Nahrungsergänzungsmittel konsumiert, um schnellere Erfolge beim Muskelaufbau zu sehen. Ähnliche Wirkungen sollen auch die Verzweigtkettigen Aminosäuren, besser bekannt als BCAA, haben. Diese können nicht selbst vom Körper produziert werden, weshalb sie oft zusätzlich konsumiert werden. Sie sind unter anderem am Muskelaufbau, am Stoffwechsel, an der Wundheilung und an der Bildung von Gewebe beteiligt.

Eiweißshakes haben nichts Magisches an sich. Die Produkte können zwar einen Vorteil schaffen, so der Personal Trainer, aber auch nur, wenn die allgemeinen Grundlagen einer gesunden Ernährung und eines konsequenten Trainings bereits eingehalten werden. Ihr Hauptvorteil besteht darin, dass sie konzentrierte Nährstoffe liefern, die eure Ernährung abrunden, wenn ihr trotz einer Vollwertkost nicht genug zu euch nehmen könnt.

Bei Hemsworth 4.500-Kalorien-Tagesplan für den Muskelaufbau kann es zwar durchaus hilfreich sein, extra Supplementierungen zu sich zu nehmen. Allerdings machen sie nur einen kleinen Teil des gesamten Trainings und der Ernährung aus. Für den Durchschnittsmenschen, der nicht täglich 4.500 Kalorien zu sich nimmt, sind Nahrungsergänzungsmittel deutlich weniger wichtig. Der Fokus sollte stattdessen auf hochwertigen, möglichst unverarbeiteten Produkten, sowie regelmäßiger Trainingseinheiten liegen. „Um Ergebnisse zu erzielen, muss man sich auf die Grundlagen konzentrieren und sich an das Programm halten“, so Zocchi.

Habt realistische Erwartungen

Unabhängig davon, ob ihr Nahrungsergänzungsmittel einnehmt oder nicht, so Zocchi, solltet ihr realistische Erwartungen haben. Ihr werdet nicht nach einer Woche gesundem Essen und viel Training wie Thor aussehen. Daher ist es wichtig, sich realistische Ziele zu setzen. Diese sollten nicht an einem Hollywood-Star gemessen werden, sondern den eigenen Fortschritt in den Vordergrund stellen. „Der Körper eines jeden Menschen ist anders“, betont Zocchi. „Ich mache das gleiche Training wie Chris und ernähre mich genauso wie er. Trotzdem sehe ich anders aus. Und das ist in Ordnung so.“

Dieser Artikel wurde von Julia Knopf aus dem Englischen übersetzt und editiert. Das Original lest ihr hier.