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Novo Nordisk: Der Kampf gegen die Erwartungen

Ein Thermometer liegt auf einem Berg an Medikamenten, Arzneien und Pillen.
Ein Thermometer liegt auf einem Berg an Medikamenten, Arzneien und Pillen.

Die Aktie von Novo Nordisk (WKN: A1XA8R) hat Anfang Mai neue Zahlen präsentiert. Soweit, so gut. Soweit ein intaktes Wachstum. Und soweit eine Aktie, die in der ersten Reaktion eigentlich kaum von der Stelle gekommen ist. Weder gut, noch schlecht?

Naja, das kann man letztlich deuten, wie man möchte. Ich jedenfalls glaube, dass es bei Novo Nordisk so etwas wie einen Kampf gegen die Erwartungen gibt. Oder: Einen Kampf mit sehr hohen Erwartungen. Riskieren wir zunächst einen Blick auf die Zahlen, ehe wir auf dieses Thema noch detaillierter eingehen.

Novo Nordisk: Gute Zahlen, besserer Ausblick

Natürlich lieferte Novo Nordisk einmal mehr ein überaus solides Wachstum. Der Umsatz wuchs um 22 %, beziehungsweise währungsbereinigt um 24 % im Jahresvergleich auf 65,34 Mrd. Dänische Kronen. Beim operativen Ergebnis hat es einen Zuwachs von 27 %, bereinigt 30 % auf 31,84 Mrd. Dänische Kronen gegeben. Auch die damit verbundene operative Marge ist mit 48,72 % überaus stark.

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Selbst beim Nettoergebnis lässt Novo Nordisk nichts anbrennen. Mit 25,4 Mrd. Dänischer Kronen und einem Wachstum von 28 % blicken wir auf ein erneut überaus solides Quartalszahlenwerk. Je Aktie liegt das Ergebnis damit bei 5,68 Dänischer Kronen. Aktienrückkäufe führten hier erneut dazu, dass das Wachstum mit 29 % im direkten Jahresvergleich leicht höher ausfiel.

Die Gründe für das Wachstum von Novo Nordisk lassen sich auf so manche Wachstumstreiber zurückführen. In den USA lief es regional mit einem Umsatzwachstum von 34 % besonders gut. Das Segment der GLP-1-Präparate schaffte ebenfalls ein Umsatzwachstum von 30 % im Jahresvergleich. Aber vor allem der Bereich der Obesity Care (Produkte gegen Übergewicht) lieferte ein Wachstum von 41 %. Produkte wie Wegovy und Ozempic aus diesem Bereich gehen also weg wie warme Semmeln.

Aufgrund des soliden ersten Quartals ist das Management von Novo Nordisk optimistischer für das Gesamtjahr. Anstatt mit einem Umsatzwachstum zwischen 18 % und 26 % zu rechnen traut sich der dänische Diabetes- und Pharma-Spezialist nun jeweils einen Prozentpunkt mehr zu. Das heißt: Es dürfte ein Umsatzwachstum geben, das sich in einer Spanne zwischen 19 % und 27 % bewegt. Soweit nun also zu den Zahlenbasics.

Was ist nun also der Punkt?

Der für mich interessante Aspekt ist: Novo Nordisk liefert erneut überzeugende Quartalszahlen. Das Umsatzwachstum stimmt, die Ergebnisse sowieso. ja, sogar die Prognose wird leicht erhöht. Aber die Aktie reagiert kaum, verliert zwischenzeitig sogar ein paar dezimale Prozentpunkte nach der Präsentation der Zahlen. Die Erwartungen sind daher im Vorfeld bereits sehr hoch gewesen. Selbst leichte, gute Neuigkeiten wie das Anheben der Prognose schienen eingepreist.

Das mag bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 38 (Q1-Ergebnis je Aktie hochgerechnet auf ein Gesamtjahr) nicht verwunderlich sein. Aber genau das ist der springende Punkt für mich: Die Aktie von Novo Nordisk erscheint weiterhin sehr teuer. Der Markt hat hohe Erwartungen an das Wachstum eingepreist. Jetzt, nach dem erfolgreichen ersten Quartal sehen wir zumindest einige Ermüdungserscheinungen bei der Aktie. Ob sie anhalten? Weiß ich nicht. Aber ich werde es beobachten.

Der Artikel Novo Nordisk: Der Kampf gegen die Erwartungen ist zuerst erschienen auf Aktienwelt360.

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Vincent besitzt Aktien von Novo Nordisk. Aktienwelt360 empfiehlt keine der erwähnten Aktien.

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