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Der neue Varane? Dieses Juwel jagt die halbe Bundesliga

Maximilian Schwoch
·Lesedauer: 4 Min.

Mit französischen Abwehrspielern kennt sich RB Leipzig aus.

Mit Ibrahima Konaté, Nordi Mukiele und Dayot Upamecano spielen aktuell drei hoch talentierte Verteidiger aus dem Land des Weltmeisters bei den Sachsen. Wie lange das noch so bleibt, ist fraglich. Denn vor allem hinter der Zukunft von Upamecano steht ein großes Fragezeichen.

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Internationale Topklubs buhlen schon länger um den Nationalspieler, neben dem FC Bayern ist nach SPORT1-Informationen vor allem der FC Chelsea am Innenverteidiger interessiert. Kein Wunder also, dass sich Leipzig bereits um einen Nachfolger bemüht – und dieser soll ebenfalls aus Frankreich kommen.

Leipzig und Milan jagen Simakan

Laut einem Bericht der Bild steht Mohamed Simakan ganz oben auf der Liste als möglicher Upamecano-Nachfolger. Der 20-Jährige ist international ein noch unbeschriebenes Blatt, hat in der Ligue 1 aber bereits auf sich aufmerksam gemacht. "Ein interessanter Spieler – wie allerdings ein paar andere Verteidiger auch", zitierte das Blatt RB-Sportdirektor Markus Krösche.

Allerdings bekommen die Bullen harte Konkurrenz. Heißester Anwärter auf eine Simakan-Verpflichtung ist offenbar der AC Mailand, laut L’Equipe haben die Italiener 18 Millionen Euro plus Boni für Simakan geboten. Diesen Preis soll auch Leipzig bereit sein zu zahlen.

Und auch aus der Bundesliga gibt es offenbar weitere Interessenten. Laut Sky hat Borussia Mönchengladbach bereits Kontakt mit Simakans Klub Racing Straßburg aufgenommen. Gleiches gilt für den BVB. Die Schwarzgelben hatten offenbar bereits im vergangenen Sommer Interesse am Abwehrtalent, sollen sich allerdings eine Absage eingehandelt haben. Mit Bayer Leverkusen wurde Simakan ebenfalls schon in Verbindung gebracht.

Bayern-Alternative für Upamecano?

Auch der FC Bayern München könnte in das Rennen um Simakan einsteigen, falls aus der angestrebten Upamecano-Verpflichtung nichts wird. Im Gegensatz zu Milan denken die interessierten Bundesligisten an einen Wechsel im Sommer, die Rossoneri wollten Simakan dagegen gerne schon im Januar holen.

Doch dann kam er Dämpfer. Beim Straßburger Auswärtssieg in Lens verletzte sich der Innenverteidiger am Knie und fällt nach der anschließenden Operation mindestens zwei Monate aus. Den Abwehrmann in dieser Saison maximal noch ein paar Spiele einsetzen zu können, dürfte auch Milan zum Umdenken bewegen.

Doch wer ist der Abwehrspieler, den die halbe Bundesliga jagt? Simakan wurde in Marseille geboren und lernte dort das Fußballspielen. Anfangs spielte Simakan noch im Sturm, erzielte laut seinem ehemaligen Trainer Zaki Noubir in L‘Equipe 130 Tore in einer Saison.

2010 wechselte Simakan dann zu Olympique Marseille und wurde von da an als Innenverteidiger eingesetzt. 2015 verließ er OM jedoch. Über den SC Air Bel landete er Anfang 2018 schließlich in Straßburg und unterschrieb wenige Monate nach seiner Ankunft im Alter von 18 Jahren einen Profivertrag.

Kreuzbandriss zum Karrierestart

Seine Karriere als Straßburg-Profi begann allerdings denkbar schlecht. Im Juli 2018 riss Simakan in einem Freundschaftsspiel das Kreuzband, er fiel monatelang aus. So feierte er erst ein Jahr später sein Profi-Debüt. Im August 2019 debütierte Simakan in der Ligue 1 – allerdings nicht auf seiner Stammposition. Er wurde in seiner Debütsaison vorwiegend als Rechtsverteidiger eingesetzt.

Dort spielte er sich fest und absolvierte in seiner Debütsaison 25 Pflichtspiele. Dass es nicht mehr wurden, lag auch am vorzeitigen Abbruch der Saison aufgrund der Coronapandemie. Am Ende belegten die Elsässer Rang elf. (Service Tabelle der Ligue 1)

Schon im Sommer gab es Gerüchte um einen Abgang Simakans. Doch er bekannte sich zu Straßburg. In der aktuellen Saison darf Simakan dann vorwiegend in der Innenverteidigung spielen. Auch auf der Sechs agierte er bereits. Und der U20-Nationalspieler Frankreichs verpasste bis zu seiner Verletzung vom vergangenen Wochenende noch kein Spiel.

Simakan ein neuer Varane?

Zu den Stärken des 1,87 Meter großen Abwehrspielers gehören unter anderem die aggressive Zweikampfführung und das Stellungsspiel. Auch seine Grundschnelligkeit ist mehr als passabel für einen Innenverteidiger. Zudem macht er bei Ballgewinn das Spiel gerne schnell.

Vergleiche mit dem einen Zentimeter kleineren Upamecano liegen auf der Hand. Allerdings ist Simakan vom Körperbau schmächtiger als sein Landsmann. Dort ähnelt er eher einem anderen Landsmann "Er hat athletische Qualitäten, die an Raphael Varane erinnern", erklärte Francois Keller, Trainer von Straßburgs Reserve in L'Equipe. Ein Vorteil ist definitiv auch seine Flexibilität, auch als Außenverteidiger eingesetzt werden zu können.

Simakan hat alle Qualitäten, die einen modernen Innenverteidiger ausmachen. Sollte er nach seiner Verletzung zu alter Form zurückfinden, dürfte er im Sommer für Straßburg kaum zu halten sein. Und vielleicht führt sein Weg dann ja in die Bundesliga.