Werbung
Deutsche Märkte schließen in 3 Stunden 42 Minuten
  • DAX

    18.672,22
    -54,54 (-0,29%)
     
  • Euro Stoxx 50

    5.030,75
    -16,24 (-0,32%)
     
  • Dow Jones 30

    39.872,99
    +66,22 (+0,17%)
     
  • Gold

    2.414,20
    -11,70 (-0,48%)
     
  • EUR/USD

    1,0828
    -0,0031 (-0,28%)
     
  • Bitcoin EUR

    64.656,55
    -1.155,54 (-1,76%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.517,84
    -8,58 (-0,56%)
     
  • Öl (Brent)

    78,05
    -0,61 (-0,78%)
     
  • MDAX

    27.078,85
    -93,51 (-0,34%)
     
  • TecDAX

    3.443,85
    +10,36 (+0,30%)
     
  • SDAX

    15.104,72
    -29,69 (-0,20%)
     
  • Nikkei 225

    38.617,10
    -329,83 (-0,85%)
     
  • FTSE 100

    8.380,21
    -36,24 (-0,43%)
     
  • CAC 40

    8.091,92
    -49,54 (-0,61%)
     
  • Nasdaq Compositive

    16.832,62
    +37,75 (+0,22%)
     

Neue Sanktionen: CDU fordert vollumfängliches EU-Importverbot für russische Lebensmittel

Schätzungen zufolge haben sich die russischen Weizenimporte in die EU in der Saison 2023/2024 auf 700.000 Tonnen verdoppelt. - Copyright: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Mikhail Metzel
Schätzungen zufolge haben sich die russischen Weizenimporte in die EU in der Saison 2023/2024 auf 700.000 Tonnen verdoppelt. - Copyright: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Mikhail Metzel

Schärfere Sanktionen gegen Russland und Weißrussland im Agrarbereich fordert die Union im Bundestag. "Wir sind in Deutschland und Europa nicht auf russisches Getreide angewiesen", sagte der agrarpolitische Sprecher der Fraktion, Albert Stegemann (CDU), der Deutschen Presse-Agentur. Er argumentierte, dass Präsident Wladimir Putin mit den Exporten nur seine Kriegswirtschaft finanziere. "Das gilt es zu verhindern. Höhere Zölle auf russisches Getreide reichen nicht aus." Die Union will sich deshalb in einem Antrag im Bundestag für ein "vollumfängliches Importverbot auf alle Agrargüter und Lebensmittel aus Russland und Belarus" einsetzen.

Die EU-Kommission hatte im März vorgeschlagen, die Einfuhr von russischem Getreide mit höheren Zöllen zu belegen. In ihrem Antrag argumentiert die Union, dass die Agrarmacht Russland Exporte, insbesondere von Getreide, gezielt einsetze, um Abhängigkeiten zu schaffen und wichtige Devisen für die Produktion von Kriegsgütern zu generieren - insbesondere mit Blick auf den Ukraine-Konflikt. Die Europäische Union sei nach wie vor ein wichtiger Abnehmer. Schätzungen zufolge würden sich allein die russischen Weizenimporte in der Saison 2023/2024 auf 700.000 Tonnen verdoppeln.

Mit dem Antrag soll die Bundesregierung auch aufgefordert werden, parallel Vorbereitungen für ein nationales Importverbot zu treffen, falls auf EU-Ebene keine Einigung erzielt werden kann. "Neben einem strengen Importverbot könnte auch der Ankauf und die Einlagerung von Getreide durch die EU die Märkte entlasten und den Landwirten damit mehr Einkommen bringen", so Stegemann. Der Bundestag wird voraussichtlich am Donnerstag über den Antrag beraten.

AA/dpa