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Elon Musk aktiviert "Kriegsmodus": Auch deutscher Top-Manager verlässt Tesla

In Zukunft sollen wieder mehr Manager direkt an Elon Musk berichten. - Copyright: 	NurPhoto / Kontributor / Getty Images
In Zukunft sollen wieder mehr Manager direkt an Elon Musk berichten. - Copyright: NurPhoto / Kontributor / Getty Images

Der US-Automobilhersteller Tesla hat aktuell einige Baustellen. Tesla musste jüngst rund 4000 Cybertrucks zurückrufen, lieferte zuletzt 8,5 Prozent weniger Fahrzeuge aus und steht zudem unter Preisdruck von Konkurrenten aus Fernost. Zudem erwarten Investoren angespannt auf die anstehenden Quartalszahlen.

Tesla-Chef Elon Musk reagiert auf diese Herausforderungen, indem er seine direkte Kontrolle über das Unternehmen weiter ausbaut. Interne Organigramme, über die das "Handelsblatt" zuerst berichtete, zeigen, dass mindestens 35 Top-Manager nun direkt an ihn berichten, was eine deutliche Zunahme im Vergleich zu vorher darstellt. Im Management des Milliarden-Konzerns gibt es eine Restrukturierung, Musk spannt die Zügel wieder an.

Stellenabbau und "Kriegsmodus"

Die Ankündigung von Elon Musk, zehn Prozent der Belegschaft zu entlassen, verdeutlicht die Ernsthaftigkeit der Lage. Der Tesla-Experte Chris Zheng bezeichnet diese Restrukturierung des Management Zeichen, dass Musk wieder im "Kriegsmodus" sei. Dieser Modus würde Musks Entschlossenheit zur Bewältigung der Krise unterstreichen.

Der "Kriegsmodus" ist Tesla-Kennern kein fremder Begriff. Das Unternehmen hatte bereits frühere Krisen erfolgreich bewältigt hat, darunter den Schritt zur Massenproduktion im Jahr 2018 und Finanzierungsprobleme während der Finanzkrise 2008.

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Es wird erwartet, dass die Zahl der Entlassungen möglicherweise noch weiter steigen könnte, da einige Berichte nahelegen, dass mehr als 20.000 Mitarbeiter betroffen sein könnten. Dies würde einen erheblichen Einschnitt in die Belegschaft von Tesla bedeuten, die derzeit rund 140.000 Mitarbeiter umfasst. Einem Bericht von "Bloomberg" zufolge hat das Unternehmen im Rahmen seiner jüngsten Entlassungsrunde erst Anfang dieser Woche das gesamte US-Team für "Wachstumsinhalte" entlassen. Wie Business Insider berichtete, baut Tesla in Deutschland im Werk in Grünheide 300 Leiharbeiter ab.

Nun verlässt auch der deutsche Top-Manager Heiko Steinmetz Tesla in Grünheide. Er war für die wichtige Antriebssparte zuständig. "Handelsblatt" berichtete zuerst. Am späten Montagabend schrieb er eine Abschiedsemail an die Belegschaft. „Heute war ein sehr schwerer Tag für mich, weil ich Euch sagen muss, dass ich mich, aufgrund einer schwierigen gesundheitlichen Situation in meiner Familie, entschlossen habe, von meinen Aufgaben zurückzutreten und Tesla zu verlassen", schrieb Steinmetz.

Musk übernimmt mehr Aufgaben

Ein Schlüsselelement für Kriegsmodus-CEO Musks wird die verstärkte Fokussierung auf den Batteriebereich. Dies ist besonders wichtig angesichts der Verzögerungen bei der Produktion der neuen 4680-Zellen. Drew Baglino, ehemaliger Chef der Sparte Antriebe und Energie, gab kurz vor der Entlassungswelle seinen Abgang bekannt. Laut dem Handelsblatt soll Musk selbst die Aufgaben zukünftig übernehmen. Bonne Eggleston, Leiter des Bereichs der 4680-Batterien, wird künftig direkt an Musk berichten.

Darüber hinaus hat Musk auch den Vertrieb fest im Blick, indem er persönlich die Leitung übernimmt und wichtige Manager wie Troy Jones und Joe Warden wieder direkt an sich berichten lässt. Zuvor berichteten Sie an Tom Zhu, der als Numer Zwei bei Tesla gilt.

Zudem kehrt der Musk-Vertraute Omead Afshar zurück ins Unternehmen. Der Manager war zuvor bei SpaceX tätig, nachdem er Tesla 2022 nach einer internen Untersuchung über die Verwendung von "Unternehmensressourcen" verließ.