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Neue Mogelpackungen: Babywindeln

·Freiberufliche Journalistin

Weniger drin, Preis gleich: Fünf Sorten Babywindeln der Marke Pampers sind neu auf der Mogelpackungsliste der Verbraucherzentrale.

Fünf Sorten Windeln der Marke Pampers sind neu auf der Mogelpackungsliste der Verbraucherzentrale Hamburg. (Beispielbild: Getty Images)
Fünf Sorten Windeln der Marke Pampers sind neu auf der Mogelpackungsliste der Verbraucherzentrale Hamburg. (Beispielbild: Getty Images)

Die Preise für Lebensmittel steigen derzeit rasant. Der Krieg in der Ukraine, gestiegene Kosten für Energie und Rohstoffe sowie Probleme bei den internationalen Lieferketten sind meist die Gründe. Während viele Händler und Hersteller Preiserhöhungen offen kommunizieren, sind sie bei anderen nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen.

Nämlich dann, wenn bei Produkten die Füllmengen reduziert werden, sich am Preis aber nichts ändert. Auch an den Verpackungen lässt sich der geschrumpfte Inhalt meist nicht sofort erkennen. Hinweise darauf finden sich oft nur im Kleingedruckten und immer vorausgesetzt, Verbraucher*innen haben die alten Inhaltsgrößen von Produkten genau im Kopf.

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Preiserhöhung von rund 19 Prozent

Für die Verbraucherzentrale Hamburg sind das klar versteckte Preiserhöhungen, die einen Platz auf der Mogelpackungsliste verdient haben. So wie aktuell Babywindeln der Marke Pampers von Procter & Gamble.

Produktvergleich alt und neu. (Bild: Verbraucherzentrale Hamburg)
Produktvergleich alt und neu. (Bild: Verbraucherzentrale Hamburg)

Die Windeln wurden um fünf bis acht Stück in den jeweiligen Paketen reduziert, der Preis blieb aber gleich. Die Packung mit Pampers Pants Baby Dry 4 enthält beispielsweise nun nur noch 27, statt wie vorher 32 Windeln, kostet aber laut Recherchen der Verbraucherzentrale bei der Drogeriemarktkette dm nach wie vor 6,95 Euro. Somit zahlen Verbraucher*innen aktuell rund 19 Prozent mehr für das Produkt.

Auch andere Sorten betroffen

Mindestens folgende andere Windelgrößen und Sorten seien von den Reduzierungen ebenfalls betroffen:

Pampers Baby Dry Größe 8: Reduktion von 21 Stück auf 18 Stück

Premium Protection Pants Größe 6: Reduktion von 16 Stück auf 15 Stück

Pampers Premium Protection Größe 5: Reduktion von 26 Stück auf 22 Stück

Pampers Premium Protection Größe 6: Reduktion von 23 Stück auf 19 Stück

Hersteller weist versteckte Preiserhöhung von sich

Auf Nachfrage der Verbraucherzentrale Hamburg begründet der Hersteller Procter & Gamble die Änderung zum einen mit gestiegenen Kosten für Rohstoffe, Energie und Logistik. Zum anderen habe man die Qualität der Baby Dry Windeln verbessert, die seit Februar auch in neuem Design erhältlich seien.

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Eine versteckte Preiserhöhung sei die neue Füllmengenreduzierung nicht. "Es handelt sich jedoch keineswegs um eine „versteckte“ Preiserhöhung – und diese Unterstellung weisen wir auch strikt zurück. Die Anzahl der in einer Verpackung enthaltenen Windeln wird klar und deutlich auf der Vorderseite der Verpackung kommuniziert. Wir legen großen Wert auf Transparenz, um eine bewusste Kaufentscheidung zu ermöglichen. (...)“, erklärt Procter & Gamble.

Helfen Sie mit!

Mogelpackungen und versteckte Preiserhöhungen sind leider keine Seltenheit. Beim Einkaufen bleibt oft nicht die Zeit, jedes Mal das Kleingedruckte auf den Verpackungen zu lesen. Deshalb hat es sich die Verbraucherzentrale Hamburg zur Aufgabe gemacht, immer wieder auf Mogelpackungen hinzuweisen.

Wenn Ihnen auch Mogelpackungen auffallen, freut sich die Verbraucherzentrale Hamburg über eine kurze Meldung per E-Mail an ernaehrung@vzhh.de oder über das Kontaktformular auf ihrer Internetseite.

Weitere Informationen zu aktuellen Mogelpackungen finden Sie auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg und auf der Facebook-Seite der Verbraucherschützer.

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