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Ein Mittagsschlaf für mehr Leistung am Tag – funktioniert das?

Eine Siesta nach dem Mittag bedeutet für viele Krafttanken. (Symbolbild) - Copyright: Juzant / getty images
Eine Siesta nach dem Mittag bedeutet für viele Krafttanken. (Symbolbild) - Copyright: Juzant / getty images

Ein ausgeglichener Schlafrhythmus ist nötig, um den Körper fit und gesund zu halten. Trotzdem hat nicht jeder immer genügend Zeit, um acht Stunden in der Nacht zu schlafen. Oder aber es ist schlicht zu heiß. Die Alternative: sich tagsüber für einen Mittagsschlaf hinlegen, um den verlorenen Schlaf wieder aufzuholen. Aber bringt das was?

Erstmals hatte in diesem Sommer Johannes Nießen, der Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), den Vorschlag einer Siesta für Deutschland gemacht. "Wir sollten uns bei Hitze an den Arbeitsweisen südlicher Länder orientieren: Früh aufstehen, morgens produktiv arbeiten und mittags Siesta machen, ist ein Konzept, das wir in den Sommermonaten übernehmen sollten." Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach fand: "kein schlechter Vorschlag".

Aber was sagt die Wissenschaft zum Mittagsschlaf? Dazu wurde im "British Journal of Sports Medicine" eine Analyse mehrerer Studien veröffentlicht, wie "Psychology Today" berichtet. Die Forschenden haben dabei herausgefunden, dass kurze Schläfchen am Nachmittag tatsächlich die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit verbessern. Eine Stunde nach dem Mittagsschlaf waren die Leistungsvorteile demnach am größten.

Zu wenig Schlaf beeinflusst das Gedächtnis

Und Forschende der Universität Tianjin in China fanden heraus, dass sich ein Schlafumfang von weniger als sieben Stunden pro Tag negativ auf das Gedächtnis auswirkt. Dabei werden besonders Erinnerungen an bestimmte alltägliche Ereignisse beeinflusst. Die Studienautoren schreiben, dass ein Mittagsschlaf diesem entgegenwirken kann. Besonders ältere Menschen könnten ihr Gedächtnis dadurch schützen.

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"Kurze Nickerchen am Tag nach einem teilweisen Verlust des Nachtschlafs können für viele Menschen von Vorteil sein", wird im Artikel von "Psychology Today" betont. In Ländern – zum Beispiel in Spanien, Italien und Japan – gehört der Mittagsschlaf zur täglichen Routine der Menschen. Obwohl die regelmäßigen Nickerchen in diesen Regionen eher zur Kultur gehören, beeinflussen sie auch die Gesundheit.

"Psychology Today" stellt auch eine Studie von Forschenden der Harvard T. H. Chan School of Public Health und der autonomen Universität Madrid vor. Demnach ist die Siesta ein wichtiger Bestandteil des mediterranen Lifestyles, der mit einer niedrigeren Gesamt- und Krebssterblichkeit verbunden ist.

Nach dem Mittagsschlaf ist der Körper leistungsfähiger

Im "British Journal of Sports Medicine" veröffentlichte eine Forschergruppe in diesem Jahr eine Analyse von 22 Studien. Sie untersuchten den Zusammenhang zwischen dem Mittagsschlaf und kognitiver und körperlicher Sportleistung. Dabei verglichen sie die Auswirkungen von Schläfchen am Tag bei Sportlern und Nicht-Sportlern, die aber körperlich aktiv sind.

Heraus kam, dass ein Mittagsschlaf – über 30, aber unter 60 Minuten – sowohl die körperliche Leistungsfähigkeit als auch die geistige Leistungsfähigkeit verbessert. Die Menge an Schlaf in der Nacht vor der Untersuchung hatte dabei keinen Einfluss auf den Effekt des Schläfchens. Der positive Effekt des Mittagsschlafes war in der Analyse dann am höchsten, wenn zwischen dem Schlaf und dem sportlichen Training mehr als eine Stunde lag.

Bei Schlafstörungen zum Arzt gehen

Trotz der vielen Studien, die einen Mittagsschlaf positiv bewerten, werden in dem Artikel von "Psychology Today" auch Bedenken geäußert. Demnach würde das regelmäßige Bedürfnis nach Nickerchen bei manchen Menschen auf eine schlechte Schlafhygiene hindeuten, oder gar auf eine ernsthafte Grunderkrankung.

Bei einigen Menschen könne sich eine Siesta außerdem negativ auf die Stimmung und die allgemeine Produktivität auswirken. Der Rat deshalb: Problemen oder Veränderungen des Schlafes solltet ihr dies auf jeden Fall mit eurem Arzt besprechen.

md